Parteien uneins über Rede Wolodymyr Selenskyjs

Die Debatte darüber, ob dem ukrainischen Präsidenten erlaubt werden soll, vor unserem Parlament zu reden, ist in meinen Augen ein Armutszeugnis. Was für eine Blamage vor allen Menschen in Österreich, die Geld spenden, Wohnungen zur Verfügung stellen, Sachspenden leisten und viele sogar Flüchtlinge von Polen nach Österreich bringen.

Welch seltsame Auffassung von Neutralität! Gerade jetzt wäre eine gute Gelegenheit, Flagge zu zeigen, Rückgrat zu beweisen und geeint ein starkes Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine zu setzen. Dies wäre wirklich gelebte Solidarität, nicht nur mit den vielen Flüchtlingen aus der Ukraine, sondern auch gegenüber all den freiwilligen Helfern in Österreich.

Petra Schlick,

per E-Mail

Böses Erwachen aus Friedensträumen

Frieden schaffen ohne Waffen - ein schöner Traum und was für ein böses Erwachen, wie der Überfall Russlands auf die Ukraine zeigt. Vor mehr als 200 Jahren schrieb der erste US-Präsident George Washington: "Wer auf den Krieg vorbereitet ist, kann den Frieden am ehesten bewahren." Wohl wahr, aber eine 100-prozentige Sicherheit bietet dies auch nicht.

Dr. Karl Albert Hahn,

D-36469 Bad Salzungen

Der traurige Verfall
eines hohen Gutes

Mein Standpunkt zur österreichischen Neutralität: Sie wurde von Staatsmännern besiegelt, von Weltbürgern gelebt und sie wird von Kleinmütigen dekonstruiert.

Karl Pangerl,

per E-Mail

Ein Hoch den wirklich wichtigen Menschen!

Warum werden so oft Kriegsherren und Heerführer als die großen Heroen unserer Geschichte präsentiert? Sie verkürzen unsere Lebenszeit mit ihren Kriegen, und wo liegt ihre Leistung für die Verbesserung unserer Lebensbedingungen?

Den wirklich bedeutenden Menschen mehr Raum zu geben, sollte unser Bestreben gelten: Mehr für unser Wohlbefinden tun die Züchter von Tomaten, Birnen oder Biodatteln. Wer ehrt die Erfinder von Klavieren, Flöten und Geigen? Sie bewegen unser Innerstes mit den Klängen ihrer Instrumente. Mehr für die Menschheit getan als jeder Kriegsherr hat der Erfinder des Nudelsiebs oder jener des Schuhlöffels. Hoch klinge das Loblied für jenen Menschen, der dem Finger seinen Hut verschaffte, um ihn vor Nadelstichen zu bewahren. Ohne Bleistift würden viele Gedanken im Nebel der Geschichte versunken sein, Lob und Dank seinem Erfinder! Diese Geräte tragen zur besseren Bewältigung unseres Lebens bei - im Gegensatz zur zielsichersten Kanone.

Ein Hoch den Erfindern und Entdeckern der "kleinen Dinge"! Sie sind es, die uns helfen, unser Leben zu meistern. Kriegsherren hingegen vergeuden nur unsere Lebenszeit. Genau genommen sind sie lächerliche Figuren.

Johann Grabner,

4040 Linz