Damit Russland wieder
zur Supermacht wird

Der russische Präsident Wladimir Putin nimmt keine Rücksicht auf Menschenleben, um seine politischen Ziele zu erreichen: Schwächung der EU, Teilung der Nato und Wiederherstellung des russischen Einflusses in der Welt.

Nimmt Russland die Ukraine ein, dann wird die Sicherheitslage in Europa kritisch. Welches Land würde das nächste sein? Die baltischen Staaten sind Mitglied der Nato, aber wird das Putin abhalten? Und da ist Moldau, weder Mitglied der EU noch der Nato; die östliche Region Transnistrien steht jetzt schon unter russischen Einfluss, und circa 1.500 russische Soldaten befinden sich in diesem Gebiet.

Oberst i.R. Kurt Gärtner,

4600 Wels

Neutralität bedeutet
nicht Gleichgültigkeit

Manche - die SPÖ - sollten das Neutralitätsgesetz einmal genauer lesen. Andere - die FPÖ - kennen es zwar, verschweigen aber die Hälfte. Zur Aufklärung: Die immerwährende Neutralität verpflichtet, durch Vertrag oder Erklärung eines Staates, zu einer grundsätzlich neutralen Außenpolitik. Das heißt aber nicht, dass man keine Meinung haben darf, dass der Krieg in der Ukraine schlecht ist. Denn das würde der Meinungsfreiheit, die ja auch in unseren Grundrechten festgeschrieben ist, entgegenstehen.

Traudi Ortner,

per E-Mail

Mittel für das Heer kann
man besser verwenden

Die beste Verteidigung ist die Neutralität. Sicherheit kann nicht durch Rüstung erreicht werden. Militärische Bündnisse bewirken, den Kriegsschauplatz womöglich ins eigene Land zu holen. Gerade jetzt müsste die Demilitarisierung des österreichischen Bundesheeres erfolgen. Im Konflikt um beschränkte Ressourcen sind die aus dem unproduktiven und korruptionsverdächtigen (siehe Abfangjäger) Sektor Rüstung und Militär gewonnenen Mittel für Österreich dringend notwendig.

Reinhard Morawetz,

4020 Linz

Solidarität ist oft
nur ein Wort

Was mich traurig und wütend macht: Solidarität gibt es offenbar nur, wenn sie uns nicht wehtut. Für Gas und das warme Wohnzimmer müssen sich die Menschen in der Ukraine leider abknallen lassen.

Mag.a Angelika Pichler,

1020 Wien

Wenn ein Land
durchseucht wird

Österreich hat sich durch die neue Covid-Verordnung für die Durchseuchung entschieden. Infizierte können fünf Tage nach Symptombeginn beziehungsweise nach dem ersten positiven Test eigenverantwortlich über die Aufhebung der Isolation entscheiden, obwohl belegt ist, dass bei einem relevanten Teil noch Ansteckungsgefahr besteht. Dies haben Neuinfektionszahlen bis zu 50.000 pro Tag bewiesen - und dass Herdenimmunität ein Mythos ist.

Dr. Ewald Maurer,

per E-Mail