Zum Gastkommentar von
Wendelin Ettmayer, 30. März

Die Rolle der USA
im Ukraine-Krieg

Dem Gastkommentar von Wendelin Ettmayer kann ich vollinhaltlich zustimmen. Was führte zur Katastrophe des Krieges in der Ukraine? Einerseits die Politik der USA, ihren Einfluss nach Osten zu erweitern, andererseits die grobe Fehleinschätzung Wladimir Putins, dem mit einem Blitzkrieg wirksam und ohne allzu großen Aufwand zu begegnen.

Um ein weiteres Blutvergießen und riesige wirtschaftliche Verluste der EU, der Ukraine und Russlands zu vermeiden, muss dieser Konflikt sofort beendet werden. Dem steht jedoch entgegen, dass die Entscheidungsträger daran offenbar nicht interessiert sind. Die USA gewinnen umso mehr, je länger der Krieg dauert, Putin hofft offensichtlich noch auf militärische Erfolge. Die Zeche zahlen inzwischen die Bürger Europas mit Tod und Teuerung.

Dipl.-Ing. Friedrich Dechant,

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Eigenartige Sicht auf
die Lage in der Ukraine

Botschafter Wendelin Ettmayer legt also dar, warum die Ukrainer sich und ihr Land verblüffend einträchtig zusammenschießen lassen: US-Gehirnwäsche mit "vielen Milliarden Dollar". Währenddessen der "diabolisierte" Wladimir Putin - ja was eigentlich? Den USA einen "Vorwand dafür [liefert], langjährige US-Wirtschaftsinteressen endlich durchzusetzen"?

Godehard Wolf,

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Vorgeschichte und Kontext
von Russlands Angriff

Ja, Wladimir Putins Feldzug ist verbrecherisch, aber die Vorgeschichte konsistent zu ignorieren, ist es auch! Dass Putin durch die Nato-Erweiterungen und sonstige Demütigungen immer verbitterter wurde, ist nachvollziehbar, wiewohl keine Berechtigung für seine Revanche mit Bomben und Raketen. Da muss man nicht einmal die 500.000 toten Kinder durch das Wirken der USA im Irak als Vergleichsargument heranziehen.

Die korrupte, wenig Rücksicht auf die Bevölkerung nehmende Regierung der Ukraine als Hort der Demokratie hinzustellen, ist lächerlich, zumal die machtpolitischen Interessen der USA deutlich erkennbar sind, welche allein Vorteile aus diesem Krieg ziehen.

Rudolf Belyus,

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Die "Diabolisierung"
Wladimir Putins

Putin hat sich schon selbst "diabolisiert", und hat alle Welt verdrängt, dass er ein Geschöpf des KGB war und ist?

Eva Karas,

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Zur Kolumne von Ernest G.
Pichlbauer, 24. März

Missstände im Gesundheitssystem

Unser Gesundheitssystem ist leider sein eigener Patient. Stets wird man aufgefordert, bei gesundheitlichen Anliegen zum Hausarzt zu gehen. Doch bei der Fülle von Medikamenten ist es für einen praktischen Arzt kaum möglich, den Überblick zu behalten. Hinzu kommt die Zeiteinteilung: Gespräche zu führen, ist nicht drin. Ich kenne einen Facharzt, der Patienten im Vier-Minuten-Takt bestellt.

Wie ich dem Artikel von Ernest G. Pichlbauer, entnehme, besteht in der Ärzteschaft ein Gerangel um Posten in irgendeiner Zweiginstitution. Das erinnert an Verhältnisse in der Monarchie. Und der Ruf nach mehr Ärzten geht daneben, weil es die nicht gibt.

Helmut Franz,

per E-Mail

Der Hauptplayer im Gesundheitssystem

Vielen Dank an Ernest G. Pichlbauer, der etwas Licht in die reale Struktur der Ärztekammer bringt. Es ist schon erstaunlich, dass manche Qualitätsmedien uns darüber im Dunkeln lassen, obwohl die Ärztekammer mit ihrem Vetorecht der Hauptplayer im Gesundheitssystem ist.

Mag. Alfred Zopf,

4822 Bad Goisern

Zum Artikel von Paul Vécsei,
26. März

Viele Geschichten über "Happy-Pepi" Staribacher

Ich darf noch ein Detail ergänzen, das die sprichwörtliche Sparsamkeit des Ministers Josef Staribacher unterstreicht: Wenn nicht allzu hohe Gäste kamen, ließ er sie in den "WÖK" (Wiener öffentliche Küchen, 1919 bis 1978) bewirten. Einziger Unterschied zu den übrigen Gästen: Für sie wurde ein Tischtuch auf den Resopalflächen ausgebreitet.

DI Gebhard Aschenbrenner,

1100 Wien