Zum Gastkommentar von
Fritz Rubin-Bittmann, 15. April

Leiden der Palästinenser
werden ausgeblendet

Das Abraham-Abkommen, so Fritz Rubin-Bittmann, bringe Frieden, Sicherheit und Wohlstand für die Bewohner Israels und die arabischen Staaten - gäbe es da nicht die Störenfriede Hamas und den Iran. 4.500 Raketen wurden gegen Israel abgeschossen. Der Autor erwähnt nicht, dass 90 Prozent der Raketen von Israel abgefangen wurden. Natürlich nicht gezählt hat er die Luftangriffe Israels auf Gaza oder den Beschuss von See: Das Zerstörungsausmaß dieser Angriffe lässt sich durchaus mit dem in der Ukraine vergleichen. Nur konnte dort die Zivilbevölkerung fliehen - die in Gaza konnte und kann es nicht.

Gezählt sind die jetzigen "Terroropfer" der Israelis, nicht die seit Jahresbeginn im besetzten Gebiet getöteten Palästinenser, darunter sechs Kinder und Jugendliche, ein junger Rechtsanwalt, der seine Kinder zur Schule bringen wollte, und eine sehbehinderte Mutter von sechs Kindern. Nur das Leben jüdischer Menschen zählt, nur sie können Opfer sein.

Israel macht keine Friedenspolitik, es gehört zu den großen Waffenproduzenten, scheut auch vor Raketenangriffen in Syrien nicht zurück und ist nicht bereit, den palästinensischen Bürgern auf dem Israel von der UNO zuerkannten Gebiet Gerechtigkeit angedeihen zu lassen. Ohne Gerechtigkeit bleibt der Friede Illusion.

Karl Helmreich,

2552 Hirtenberg

Putin versteht nur die
Sprache der Gewalt

Es ist mir angesichts des täglichen Grauens unverständlich, wie immer wieder nach Argumenten für Wladimir Putins Aggression gesucht wird: Nicht Putin sei am Krieg in der Ukraine schuld, sondern die Nato. Aber wer hat in Tschetschenien, in Georgien, in Syrien Kriege geführt? Das war Putins Russland. Leider wurde das von unseren Politikern und auch den Deutschen immer wieder ignoriert. "Business as usual" stand im Vordergrund.

Schön langsam muss aber auch den österreichischen und den deutschen Politikern klar sein, dass Putin nur Gewalt versteht. Appeasement-Politik ist hier fehl am Platz, darüber lacht der Diktator nur. Einzig und allein Waffenlieferungen an die Ukraine können ihn stoppen - aber bitte auch Luftabwehrwaffen und Marschflugkörper. Erst wenn Russland, so traurig das klingt, viele Opfer zu beklagen hat, wird vielleicht dort auch ein Umdenken einsetzen und nicht nur den Lügen Putins geglaubt werden.

Noch länger diesen Genozid an der ukrainischen Bevölkerung mitanzusehen und nichts dagegen zu unternehmen, geht wirklich nicht. Für Österreich und Deutschland heißt das: so schnell wie möglich die Gaslieferungen boykottieren. Jetzt muss wirklich niemand erfrieren, und die Wirtschaft wird auch nicht gleich zusammenbrechen. Aus Sicherheitsgründen wäre es auch für Österreich gut, der Nato beizutreten.

Walter Papst,

per E-Mail