Zum Gastkommentar von
Kurt Baier, 19. April

Sind die USA schuld am Ukraine-Krieg?

Für den Verfasser des Textes besteht das Leben anscheinend nur aus Verkauf, Handel, Gewinn. Er schreibt, was wir von Russland kaufen und wie abhängig wir davon sind. Dass der Kriegsverbrecher Wladimir Putin, nachdem er bereits einige Länder "zurückgeholt" hat und im Nahen Osten und in Afrika Kriege schürt, jetzt Millionen unschuldiger Menschen eines freien Staates bedrängt und vernichtet, ist Kurt Baier offenbar unbekannt: Er schreibt wörtlich, dass die Amerikaner Russen und Ukrainer gegeneinander in einen Krieg gehetzt und es geschafft hätten, die wirtschaftliche Zusammenarbeit in Europa zu stören.

Was sollen Verhandlungen mit einem Kriegsverbrecher bringen, der droht, sogar Atomwaffen einzusetzen, um seine Allmachtsfantasien durchzusetzen ?

Manfred Köppl,

2500 Baden

Eine Pflicht zu Hilfe
und Widerstand

Gibt es tatsächlich Menschen, die - nach allem, was über die Person Putin bekannt ist - daran glauben, mit einem machtbesessenen Aggressor auf Augenhöhe verhandeln zu können? Die es lieber sehen, wenn ein Staat nach dem anderen einem angestrebten Großreich "einverleibt" wird? Besteht hier nicht die Verpflichtung, dem einen Riegel vorzuschieben und klarzustellen: Bis hierher und nicht weiter? Ist Widerstand hier nicht eine Menschenpflicht? Natürlich hätte es zu diesem Krieg niemals kommen dürfen. Aber nun der Ukraine keine Waffen zu liefern, ist völlig falsch.

Elfriede Tahbaz,

per E-Mail

Zum Artikel von Michael Schmölzer und Alexander Dworzak, 21. April

Gezeichnet durch Kriegsverletzungen

Meist wird in Bezug auf den Ukraine-Krieg nur von schweren Waffen, überlegener Feuerkraft und Waffenlieferungen gesprochen. Die Zahl der Kriegsversehrten ist bereits hoch, und sie wird noch ansteigen. Kann sich jemand vorstellen, was Kriegsverletzung für den Einzelnen bedeuten? Entstellung durch Verbrennungen, Verkohlungen, Amputationen und unzählige äußere und innere Verletzungen. Gezeichnete, traumatisierte Opfer. Was für ein Leben haben die vor sich? Eines in Würde und Freiheit oder als bedauernswerte Individuen, deren Zukunft für eine Idee im weitesten Sinn zerstört wurde?

Stellen wir uns vor, wir wären das Opfer, und dann entscheiden wir über Waffenlieferungen oder Verhandlungen. Wladimir Putin ist nicht Josef Stalin, Putin ist nicht Adolf Hitler. Putin ist Putin.

Anatole Richter,

1190 Wien