Zum Gastkommentar von Gero Vogl, 5. Mai

Probleme bei grüner Wasserstofftechnologie

Warum die Flinte so schnell ins Korn werfen? Chile und Marokko betreiben bereits sehr erfolgreich Sonnenkraftwerke, die auch zur Wasserstofferzeugung taugen. Wenn ein früheres Wüstenprojekt, insbesondere aufgrund der damals viel geringeren Strompreise, nicht weiterverfolgt wurde, heißt das doch nicht, angesichts der enormen Energiepreisexplosion und Klimakrise, den Mut für eine äußerst wichtige Zukunftsentwicklung sinken zu lassen.

Wir haben doch auch, gegen alle Querschüsse, die FCKW verbannt, den Katalysator verpflichtend gemacht, das Blei im Benzin verboten und den Schwefel aus Kohle und Öl herausgeholt. Geht doch! Gerade Kapazitäten wie Professor Gero Vogl sollten ihre ganze Kraft einsetzen, damit Materialfragen gelöst und Konsortien gebildet werden, um Energie dort herzuholen, wo sie uns generös, umweltfreundlich und kostenlos geschenkt wird: aus der Wüste.

Ing. Rudolf Belyus,

per E-Mail

Ein Versagen unserer Erinnerungskultur

Auch in diesem Jahr versammelten sich heimische Spitzenpolitiker, um der Opfer des NS-Regimes zu gedenken. Folglich wurden antisemitische Äußerungen sowie Anschläge auf jüdische Synagogen verurteilt.

Doch während österreichische Medien ausgiebig über derartige Vergehen berichten, bleibt der stille Völkermord in Xinjiang ein Randthema. Und das obwohl dort mehr als eine Millionen Uiguren den größten Genozid seit dem Holocaust erfahren. Ehemalige Inhaftierte wie Gulbahar Haitiwaji schildern Eindrücke, die dem chinesischen Volk aufgrund der Staatspropaganda verwehrt bleiben. Von Folter, Gehirnwäsche, Vergewaltigungen und großangelegten Zwangssterilisierungen ist die Rede. Der US-Senat beschloss bereits ein Importverbot für Produkte aus der chinesischen Provinz Xinjiang.

In Österreich drücken sich politische Entscheidungsträger hingegen vor ihrer Verantwortung. Ein Wort über die Uiguren? Fehlanzeige! Dies offenbart die eklatante Lethargie unserer Erinnerungskultur. Der Satz "Wehret den Anfängen" ist aus unserem Gedächtnis verschwunden. Ist der größte Genozid seit Ende des Zweite Weltkrieges erst der Anfang oder bereits das Ende?

Markus Reiter,

4232 Hagenberg

Unterstützung wegen
erhöhter Energiekosten

Vor kurzem habe ich den Energiegutschein erhalten, der die Kostensteigerung ausgleicht - eine in zahllosen Fällen sinnvolle Hilfe. Ich wäre bezugsberechtigt. Statt die Unterstützung zu beantragen, bitte ich die Bundesregierung, das Geld für die Maßnahmen einzusetzen, die nötig sind, um unser Land und Europa unabhängig von russischen Energiequellen zu machen und die drohende Weltklima-Katastrophe abzuwenden.

Willibald Feinig,

6844 Altach