Zum Leitartikel von Walter
Hämmerle, 21. Juni

Die Ukraine als EU-Beitrittskandidat

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wendet sich regelmäßig mit Videobotschaften an die Weltöffentlichkeit. Meist sind es Forderungen nach mehr Geld, der Lieferung schwerer Waffen oder eines totalen Energieembargos der EU gegen Russland. Zuletzt forderte er einen raschen EU-Beitritt der Ukraine, denn das werde entscheidend sein, ob die Union eine Zukunft habe.

Es gibt zwar eine Menge Gründe, woran die EU scheitern könnte, aber der Nicht-Beitritt der Ukraine hätte bestimmt nicht dazu gehört. Die EU könnte auch ohne die Ukraine weiterexistieren, wird aber mit ihr als Beitrittskandidat gröbere Probleme bekommen, die dann auch Österreich als Nettozahler ausbaden müsste.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien

Zum Interview von Christian
Rösner, 22. Juni

Opernbälle in Wien
und New York

Ich finde es ärgerlich, dass Daniel Serafin den Opernball von New York im Vergleich zum Wiener Opernball als die schönere Veranstaltung bezeichnet. Weil in New York nur einmal, in Wien dagegen dreimal abgesagt wurde? Oder weil er sich als Organisator des Opernballs in New York fühlt? Beide Gründe reichen nicht für eine solche Beurteilung.

Susanne Moest,

1010 Wien

Preisnachteile
beim Klimaticket

Ich bin Pensionist und lebe in einer Kleinstadt im Norden des Mühlviertels. Auch wenn ich als knapp 70-Jähriger einen vergünstigten Preis für das Klimaticket Oberösterreich in Anspruch nehmen kann, ist es gerade für uns am Land lebenden Menschen eine Schikane, die Kernzonen Linz, Wels und Steyr dabei auszuschließen. Beim Klimaticket inklusive der Kernzone Linz wäre der Preis so hoch, dass es sich für mich, und wahrscheinlich für viele andere, nicht mehr rentiert.

Wir Menschen am Land sind ohnehin gegenüber der Stadtbevölkerung benachteiligt, weil für uns die Nutzungsmöglichkeiten der öffentlichen Verkehrsmittel naturgemäß eingeschränkt sind. Da sind solche Hindernisse kontraproduktiv für die durchaus gute Idee eines Allgemeintickets.

Otto Diendorfer,

4150 Rohrbach-Berg

Klarer Kostenvorteil
beim Bahnfahren

Ich fahre seit circa fünf Jahren einen gebraucht gekauften Opel Vivaro, der mich etwa 15 Euro pro Tag kostet (Anschaffungen, Reparaturen, Betrieb). Ein Klimaticket kostet mich als Pensionisten im Jahr 821 Euro, also 2,25 Euro pro Tag. Nicht-Pensionisten kostet es 1.095 Euro im Jahr oder 3 Euro pro Tag. Ich bin alleinstehend, wie gar nicht so wenige Österreicher, doch auch für zwei Personen (7,50 Euro pro Kopf und Tag für das Auto) ist die Schiene im Vorteil.

Thomas Fernbach,

per E-Mail