Zum Gastkommentar von
Stefan Karner, 30. Juni

Kein Gebietsgewinn
für den Angreifer

Der Beitrag ist gut, nur eine Botschaft verstehe ich nicht: Finnland musste 1940 dem Aggressor Russland große Gebiete antreten, damit das übrige Land unabhängig bleiben konnte. Somit hat also der Aggressor gewonnen, wenn auch nur teilweise. Wer frei leben darf und wer unterdrückt wird - siehe die Situation in Russland -, kann man nicht mit bloßen Gebietsabtretungen lösen. Das ist auch ein Kernthema beim Krieg in der Ukraine.

F. Nadler,

1070 Wien

Zum Artikel von Alexander
Dworzak, Klaus Huhold und
Michael Schmölzer, 2. Juli

Eine diplomatische Lösung
für den Ukraine-Krieg

Nur eine diplomatische Großinitiative kann die Kampfhandlungen beenden. Die im Artikel erwähnten deutschen Intellektuellen stellen in einem offenen Brief die Waffenlieferungen an die Ukraine in Frage, weil sie offensichtlich erkannt haben, dass damit der russische Angriff nur verstärkt wird. Man kann ruhig davon ausgehen, dass Wladimir Putin noch sehr lange in der Lage ist, seinen Einsatz zu erhöhen.

Es ist bezeichnend, dass in dem Artikel bei der Suche nach eventuellen Vermittlern die UNO überhaupt nicht genannt wird. Die erste Aufgabe der UNO wäre die Erhaltung des Friedens in der Welt, also wäre sie die erste Adresse. UNO-Generalsekretär António Guterres benötigte zwei Monate, bis er sich endlich in die kriegführenden Länder begab. Seit damals hört man nichts mehr von ihm.

Ferdinand Klementer,

1230 Wien

Unabhängig werden von importierten Energieträgern

Österreich müsste in keiner Weise von Gas oder anderen Ressourcen vom Ausland abhängig sein, wenn die verantwortlichen Politiker etwas weitsichtiger denken würden, was eigentlich zu ihren Grundaufgaben zählt. Als Allererstes müssten die Universitäten mit Energieforschung beauftragt werden. Jede Menge Wasserkraft wäre in unserem Lande noch vorhanden, Windräder in der Nähe von Autobahnen wären ebenfalls akzeptabel. Auch der Ausbau der Sonnenenergiegewinnung, in nicht störenden Landschaftsteilen, würde seinen Teil beitragen.

Am allermeisten ist aber Energie in unseren Wäldern vorhanden. Es liegt so viel Holz brach in den Wäldern, da wird es bei den heutigen Gaspreisen für die Bauern interessant, dass sie auch dieses Holz nutzen.

Richard Leopold Tomasch,

9143 St. Michael