Eine Geste, die zugleich
auch Energie spart

Seit Monaten durchfurchen Geschosse den Nachthimmel über dem Dnjepr; sie legen Fabriken, Spitäler, Schulen, Kindergärten in Schutt und Asche, rauschend gehen die Fassaden der Wohnblöcke und Hochhäuser zu Boden. Wir aber beleuchten unsere schönen Fassaden und hoffen, dass sie wieder mehr Touristen anlocken als in den Jahren der Pandemie. Wir klagen über die Stornierung von Ferienflügen, während Senioren in Charkiw die Keller nicht erreichen können, wohin sie vor den Granaten der Großmacht fliehen könnten, die nur noch in der Rüstung groß ist und in der Gehirnwäsche. Jetzt gilt es, in Europa, im Hinterland eines Krieges, wachsam und solidarisch zu bleiben, alle Energien zu sparen und zu bündeln - die geistigen zuallererst.

Ein kleiner, aber wirksamer Beitrag dazu wäre, wenn jede Gemeinde, jede Stadt in Europa die Fassaden der öffentlichen, historischen und anderen denkwürdigen Gebäude, Plätze und Monumente bei Nacht nicht mehr beleuchten würde. So lange, bis der Krieg vorbei und die Ukraine befreit ist.

Willibald Feinig,

per E-Mail

Die Konsequenzen
der Sanktionen

Die gegen Russland verhängten Sanktionen wirken bestenfalls langfristig und richten sich gegen die Wirtschaft Russlands, ohne Auswirkungen auf die Feuerkraft der russischen Armee zu haben. Sie sind sogar teilweise ein Schuss ins eigene Knie. In Europa spüren wir schon die negativen Folgen, der Euro verliert an Kaufkraft und unser Wohlstand wird geringer.

Die größte Herausforderung kommt aber noch: die Rücknahme der Sanktionen. Daran brauchen die Ökonomen, Politiker, Militärs und Diplomaten derzeit gar nicht zu denken. Niemand weiß, wie es weitergeht und was in Europa noch passieren wird. Kommt Anfang August die Gegenoffensive der ukrainischen Streitkräfte?

Oberst i.R. Kurt Gärtner,

4600 Wels

Zum Artikel von Georg
Hönigsberger, 8. Juli

Kontrollversagen bei Verdacht auf Kindesmissbrauch

Die Auflistung aus dem Bericht der Kinder- und Jugendanwaltschaft legt den organisationspsychologischen Mangel klar. Eine riesige Organisation wie die Wiener MA 10 (Wiener Kindergärten) hat keine eigene Kontrollstruktur, sondern wird von der MA 11 fremdkontrolliert. Dieser Strukturmangel drückt auch leider aus, dass tausende Elementarpädagoginnen wie Kleinkinder behandelt werden. Es wird Zeit, die Elemantarpädagogik auf eine Erwachsenenstufe zu stellen und somit eine eigene Kontrollinstanz aufzubauen. Es müsste eigentlich jeder und jedem kritischen Betrachter/in ins Auge springen, dass die Kommunikationsprobleme strukturbedingt sind und weniger personenabhängig.

Mag. Alfred Zopf,

1130 Wien

Zum Artikel von Christina
Mondolfo, 8. Juli

Leserlob für das
"Wiener Journal"

Die Artikel im "Wiener Journal" über Pilze sind einfach faszinierend - unglaubliches Wissen verständlich dargestellt. Danke dafür!

Franz Wlcek,

per E-Mail

Zum Artikel von Georg
Hönigsberger, 7. Juli

Künstlerische Installation
zum Lueger-Denkmal

Die Schlagzeile "Lueger im Visier der Kunst" sollte wohl besser durch "Der Steuerzahler im Visier von hinterfragwürdigen Aktionismusprojekten" ersetzt werden. 600.000 Euro sind offensichtlich derzeit dafür vorgesehen, aber vermutlich ist diese Summe nach oben offen wie die Richterskala.

Dr. Karl Zweymüller,

1190 Wien

Vor der Ablöse als Patientenanwältin

Ein großer Dank darf nicht verabsäumt werden an Frau Dr. Sigrid Pilz für ihre zehnjährige Leitung der Wiener Heimkommission. Sie hat mit ihrer Arbeit Maßstäbe gesetzt für die Qualitäten der Betreuung pflegebedürftiger und alter Menschen in Wiener Heimen.

Aus einer gemeinnützigen Einrichtung für die Alten lässt sich sagen, dass ihr Bemühen stets der Erfüllung der beiden Voraussetzungen für die steuerliche Begünstigung galt, nämlich dem Widmungszweck eines menschenwürdigen Alters und des einzig darauf verpflichteten sparsamen Wirtschaftens (und folglich der Investition allfälliger Gewinne in den gewidmeten Zweck oder eine Herabsetzung der Kostenbeiträge). Damit ist ein klarer Auftrag auf eine feste Basis gelegt. Handeln wir mitverantwortlich, damit diese Qualitäten zumindest erhalten bleiben und sich keine Verkürzungen einschleichen.

RgR Prof. Reinhard Horner,

1100 Wien

Ein kritischer Herbst
nach der Sommerparty

Ganz Österreich ist in Feierlaune! Allerorts wird auf Teufel-komm-raus gefeiert und veranstaltet, als wollte man alle entgangenen Feste des Lockdowns nachholen. Auf der anderen Seite haben sich eine extreme Teuerungsrate, Energieknappheit und alarmierende Inzidenzzahlen ausgebreitet.

Die bange Frage lautet: Was wird uns der Herbst bringen?

Mag. Wilfried Ledolter,

8680 Mürzzuschlag