Zum Leitartikel von Walter
Hämmerle, 13. Juli

Wenn es immer nur
um die Wirtschaft geht

"It’s the economy, stupid": Wenn man sich die Entwicklung seit Ronald Reagan, Margaret Thatcher und auch Bill Clinton, Gerhard Schröder, die dubiose Wahl von George H. W. Busch (also die Nichtwahl von Al Gore), den Bericht über die Grenzen des Wachstums, sämtliche Klimakonferenzen, die Nullzinspolitik der EZB (die ja eine noch heute wirksame Folge der Finanzkrise 2010 und damit von dubiosen Finanzgeschäften ist) und den Einfluss der Wirtschaft vor allem auf konservative Politiker ansieht, müsste es wohl heißen: "It’s a stupid economy (and it’s dangerous)." Wie viel Anteil an den derzeitigen Preissteigerungen die Spekulationen an den Finanzmärkten haben, möchte ich gar nicht wissen.

Julius Bauer,

1020 Wien

Mut und Zusammenhalt
gegen politische Erpressung

Tatsache ist: Wir (Europäer, der Westen, die zivilisierte Welt) werden erpresst. Ein Rezept dagegen ist schwer zu finden: Soll man sich der Erpressung beugen und damit zu neuen Erpressungen ermutigen? Soll man nicht darauf eingehen und mögliche Unbill in Kauf nehmen? Ich neige eher zu letzterer Option.

Mathematiker haben das bekannte Gefangenendilemma neu analysiert und sind zu der Erkenntnis gekommen, dass Erpressung als Strategie offenbar am erfolgreichsten ist - und das heißt, dass mit einer weiteren Zunahme von Erpressungen zu rechnen ist. Mit etwas Courage und festem Zusammenhalt sollte es möglich sein, Erpresser aller Art in die Schranken zu weisen. Andernfalls sind wir im wahrsten Sinn des Wortes geliefert!

Dr. Georg Rohrmoser,

1080 Wien