Zum Artikel von Gerhard Lechner, 16. Juli

Mehr Verständnis für
Russland in Europa

Von der dramatischen Situation einmal abgesehen: Das Hauptproblem des Westens ist es doch, die russische Seele nicht verstehen zu können oder zu wollen. Wie im Fernen Osten und bei kolonisierten Völkern stülpen Europäer und Amerikaner ihre eigene Denk- und Lebensweise über andere und sind verblüfft, wenn die Betroffenen störrisch reagieren.

Allein das Bemühen, Russland in seiner Eigenart zu verstehen, hätte die jetzige Situation nie entstehen lassen, sondern zu einem Zusammenschluss mit weitreichenden positiven Folgen geführt. Dass Wladimir Putin genau das wollte, wird zunehmend zugunsten einer ukrainisch-amerikanischen Geschichtsbetrachtung verdrängt. Eine Lösung dieses Dramas ist nur möglich, wenn zumindest die EU zu einer respektvollen Haltung fähig ist, statt blindlings die Kriegstrommel zu Lasten ihrer Völker zu rühren.

Alexander Buschenreiter,

8983 Bad Mitterndorf

Der Ukraine helfen und Russland entgegentreten

Die Medien und einzelne Politiker suhlen sich in Weltuntergangsstimmung ("Warme Wohnungen und Wirtschaftswachstum wird es nicht geben, wir leiden mehr als Russland"), deshalb gibt es den vordergründig pazifistischen Ansatz, mit Wladimir Putin zu verhandeln und dass die Ukraine sich fügen möge. Oberstes Ziel ist es, dass das russische Gas weiter fließt, um unseren Wohlstand zu sichern.

Wie alle erfolgreichen Despoten beherrscht Wladimir Putin die Instrumente Propaganda und Erzeugung von Angst perfekt, es ist also nicht zu erwarten, dass die Bevölkerung diesen Krieg beendet. Somit bleibt nur die Unterstützung der Ukraine mit jeder Art von Waffen und sonstigen Hilfen, die zu einem Einlenken Russlands führen können. Was die Energieversorgung anbelangt, ist es denkunmöglich, dass Europa als Wirtschaftsmacht nicht im Stande wäre, die Bindungen zu
einer mafiaähnlichen kriminellen Vereinigung zu lösen.

Mag. Gerhard Wertanzl,

per E-Mail

Zum Gastkommentar von Elena Rathmayr und Thomas Seeber,
15. Juli

Offene Fragen zur Novelle des Wohnungseigentumsgesetzes

Unverständlich für mich als engagierten Miteigentümer einiger
Eigentumswohnungen und Nicht-Juristen sind die "guten Nachrichten" für Wohnungseigentümer, welche ihre Daten nicht bekanntgeben wollen. Dass "Rechtsanwaltskanzleien als verlässliche Kontaktpersonen fungieren können", halte ich für reine Geschäftemacherei. Die am Ende des Artikels angeführten "Gründe" halte ich für - milde angeführt - nicht angebracht, und verstehe den Sinn der "Lösung" der Rechtsanwälte nicht. Und was daran Win-Win - für wen? - sein soll, verstehe ich auch nicht.

Mag. Richard Sterl,

1220 Wien