Zum Gastkommentar von
Tibor Pásztory, 21. Juli

Europa - ein geschwächter, ohnmächtiger Kontinent

Dieser Gastkommentar ist wohl der herausragendste und intelligenteste Beitrag, der zu diesem Thema in den vergangenen Wochen und Monaten geschrieben wurde. Er bringt die Problematik Europas aus verschiedenen Perspektiven exakt auf den Punkt und müsste jedem unserer Volksvertreter zur Lektüre verpflichtet werden. Dass die Menschen aus der Geschichte nichts lernen - sei es aus Desinteresse oder Unwillen oder Unkenntnis -, führt dann dazu, dass manche glauben, mit einer "respektvollen" Haltung gegenüber einem menschenverachtenden Aggressor auf diesen einwirken zu können.

Elfriede Tahbaz,

per E-Mail

Historische und heutige Kolonialmächte

Der Gastkommentar von Tibor Pásztory ist die klarsichtigste Darstellung aller Probleme, die Europa aktuell plagen: Dieser Artikel müsste Pflichtlektüre aller Europäer und besonders aller Österreicher werden.

Zur Problematik des Kolonialismus ist noch anzumerken, dass Russland, bezüglich Zwangsrussifizierung und Bevölkerungstransfer, das letzte noch bestehende Kolonialreich ist. Die ehemalige UdSSR förderte die Vertreibung der europäischen Kolonialmächte mit dem Slogan: "Afrika den Afrikanern!" Was haben dann Russland und verstärkt auch das kommunistische China in Afrika zu suchen?

Manfred Köppl,

2500 Baden

Keine Rechtfertigung für Russlands Aggression

Wir haben uns mittlerweile daran gewöhnt, bei Attentaten immer häufiger zu hören, dass der Täter psychisch gestört sei und man deshalb Verständnis für das Verbrechen haben müsse. Soll das auch für ein verbrecherisches System gelten, das sich das Recht herausnimmt, ein anderes Land zu überfallen - angeblich, um es zu entnazifizieren -, dabei zivile Ziele in Schutt und Asche legt und was uns sonst noch an Unrecht einfallen mag, zu dem Russland sich entschlossen hat und das es in der Ukraine auch erbarmungslos und mit aller Härte vollzieht?

Dass die von russischem Öl und Gas abhängigen Länder jetzt nach Wegen suchen, sich aus dieser erpresserischen Umklammerung zu lösen, ist die eine gute Nachricht. Welche Nachrichten gibt es für jene Länder, deren hungernde Bevölkerung dringend auf die Lieferung von Weizen wartet? Russland ist seinem Tun und Handeln entsprechend zu benennen und seine Führung ist entsprechend zu behandeln!

Dipl. Inf. Friedrich E. Starp,

3003 Gablitz/Wienerwald