Zum Artikel von Paul Koren,
23. Juli

Österreichs Versäumnisse
beim Klimaschutz

Seit 1990, dem Beginn des Kyoto-Abkommens, sollte Österreich konsequenten Klimaschutz betreiben und ist dabei grandios gescheitert: Der CO2-Ausstoß war 2022 genauso hoch wie schon 32 Jahre zuvor. Erst seit 2020 ist Leonore Gewessler von den Grünen für Klimaschutz zuständig, in all den Jahren davor besetzte ausschließlich die ÖVP die entsprechenden Ministerien.

Wenn die ÖVP das Klimaschutzgesetz hartnäckig blockiert, so ist das die konsequente Fortführung ihrer bisherigen Politik. Sie besorgt damit das Geschäft der Wirtschaftskammer und agiert als Echokammer der Industriellenvereinigung. Dieser wird eine beinahe staatstragende Rolle zugestanden, die ihr als privater Lobbying-Verein nicht zusteht.

Dr. Heinz Högelsberger,

1190 Wien

Interessenskonflikte infolge
des Klimaschutzgesetzes

Wenn das Klimaschutzgesetz endlich den Nationalrat passiert hat, kommen die unvermeidlichen Kollisionen mit anderen Gesetzen. Beispiel 1: Naturschutz. Der WWF findet, die Gefährdung von seltenen Tierarten beim Bau von Speicherkraftwerken sei ein viel zu hoher Preis. Beispiel 2: Denkmalschutz. Äußere Wärmedämmungen sind oft nicht erlaubt, Innenisolation ist viel weniger wirksam. Wenn ich mir die Kurve ansehe, die innerhalb von 18 Jahren (bis 2040) vom jetzigen CO2-Ausstoß auf null führen soll, denke ich: Gut, dass ich das Scheitern der Bemühungen als Jahrgang 1940 nicht mehr erleben werde.

D.I. Ewald Pangratz,

1130 Wien

Zum Gastkommentar von
Werner Neubauer, 21. Juli

Umweltbelastung durch
wachsenden Datenverkehr

Das ist typisch für einen CEO, dass er auf das Hauptübel nicht eingeht: Dann müsste die Branche vor der eigenen Tür kehren. Die seit der Jahrtausendwende verfolgte Tarifpolitik der Anbieter (mit hohen Fixgebühren für unbegrenztes Datenvolumen) hat sich als hocheffektiver Brandbeschleuniger entpuppt. Die Politik müsste gegensteuern und in die desaströse Tarifgestaltung eingreifen.

DI Manfred Uttenthaler,

8053 Graz

Zur Abschaffung
der Covid-Quarantäne

Bestimmungen, die nicht kontrollierbar sind, sind nutzlos. Wie soll überprüft werden, ob die oder der Nebenstehende im Supermarkt tatsächlich gesund ist? Sollen sich Infizierte brandmarken, indem nur sie eine Maske tragen? Wie realitätsfern die Verordnung ist, zeigt auch, dass in Unternehmen gesunde und infizierte Personen räumlich getrennt werden sollen. Die Anordnung von Arbeitsplätzen richtet sich nach logistischen und ablauftechnischen Erfordernissen: Betriebswirtschaftlich gesehen ist diese Bestimmung absoluter Unsinn.

Peter Kremmel,

1160 Wien