Zum Gastkommentar von Judith Kohlenberger, 26. Juli

Maßnahmen gegen
illegale Migration

Da Österreich zurzeit von mehr Flüchtlingen überrannt wird als 2015, wäre eine strikte Grenzkontrolle nach ungarischem Vorbild mehr als angezeigt. Dass dadurch angeblich noch mehr Menschen kommen würden, ist schon deshalb unrichtig, da Österreich bekanntlich nur von sicheren EU-Staaten umgeben ist und daher für keinen Flüchtling ein Einreisetitel besteht. Ebenso unrichtig ist die weitere Behauptung in dem Gastkommentar, dass die Zurückweisung solcher illegaler Flüchtling nicht möglich, sondern ein verbotener Push-back wäre (was höchstens für Staaten mit EU-Außengrenze zutreffen würde).

Dr. Ernst Winkler,

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Russisches Gas für das
Ende der Sanktionen

Die Regierung hält es für möglich, dass unsere Gasspeicher vor Beginn des Winters so weit gefüllt sein könnten, dass wir den Winter ohne größere Probleme überstehen werden. Ich halte das für eine Beruhigungsstrategie, der die Basis fehlt, weil Wladimir Putin nicht nur das Motiv, sondern auch alle Möglichkeiten hat, unsere Lagerstände für Gas niedrig zu halten. Er kann alle unsere Anstrengungen durch entsprechende Lieferkürzungen jederzeit egalisieren.

Putin wartet nur darauf, dass unsere Bevölkerung im Winter vor so großen Einschränkungen im täglichen Leben steht, dass die Unterstützungsbereitschaft für die Ukraine aus Eigeninteressen heraus schwindet. Dann wird für ihm die Zeit gekommen sein, entsprechend höhere Gaslieferungen anzubieten - im Gegenzug für die Aufhebung der Sanktionen.

Dipl.-Ing. Dr. Franz Labek,

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Eine Spaltung und
Schwächung der EU

Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und andere haben kein Interesse, der Erpressung Wladimir Putins mittels der Gaslieferungen entgegenzutreten, denn Putins Kalkül, Deutschland nachhaltig und massiv zu schwächen, ist ihnen nicht bewusst oder egal. Ein Deutschland in Turbulenzen, das sollten alle wissen, wird aber auch andere EU-Staaten in ärgste Schwierigkeiten bringen. Wenn die EU so weitermacht, wird letztlich Putin gewinnen.

Dipl.-Ing. Friedrich Dechant,

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Gaslieferungen aus
Afrika als Alternative

Der russische Angriff auf die Ukraine zwingt Europa, seine Energieversorgung zu überdenken. Hier bietet sich Afrika an, das über große Erdgasreserven verfügen soll. Für die Nutzung dieser Option sind Investitionen und strategische Partnerschaften mit afrikanischen Staaten notwendig. Die EU könnte damit zwei Dinge erreichen: Sie müsste die russische Invasion in der Ukraine nicht mehr finanzieren und würde stattdessen Afrika bei seiner Aufbauarbeit unterstützen.

Kurt Gärtner,

4600 Wels