Zum Artikel von Martina Madner, 30. Juli

Ungleiche Pensionen für Männer und Frauen

Dass es keine einfache Lösung für dieses Problem gibt, geht aus dem Beitrag eindeutig hervor. Aber unter den Tisch gekehrt wird, dass das - dank fortschrittlicher Frauenministerinnen - gesetzlich einzementierte, ungleiche Pensionsantrittsalter auch zu geringeren Alterspensionen bei Frauen beiträgt. Weniger Arbeitsjahre schlagen sich eben in einer geringeren Pension nieder.

Das Argument der Mehrfachbelastung durch Haushalt, Kindererziehung und Beruf trifft heutzutage in vielen Fällen nicht mehr zu. Allerdings sollte die wertvolle Leistung für die Gesellschaft, neben einer Berufstätigkeit Kinder großzuziehen, selbstverständlich durch einen entsprechenden Pensionsanspruch honoriert werden.

RgR Walter Wolf,

1020 Wien

Zum Artikel von Gerhard Lechner, 30. Juli

Sympathie für Russland in Österreich und Deutschland

Der Autor schreibt, mit Berufung auf das Internet, dass die Bevölkerung Österreichs und Deutschlands nicht bei Wladimir Putin, sondern der eigenen Regierung die Schuld an der Gaskrise sehe. Das muss nicht verwundern; in den österreichischen Medien werde ich täglich mit Putin-freundlichen Formulierungen konfrontiert. Österreicher, die nicht über den Rand ihres Suppentellers hinausschauen können und von einer hilflosen Energieministerin mit irrelevanten Zahlen eingelullt werden, plädieren natürlich dafür, die Ukraine fallen zu lassen. Wen interessieren Freiheit und Unabhängigkeit, wenn der Ferienflieger wartet und das Schnitzel in Gefahr kommen könnte?

Manfred Köppl,

2500 Baden

Das erste Schiff mit
Getreide aus der Ukraine

Respekt vor den Seeleuten, die sich trauen, in Gebiete in der Nähe von Russland einzufahren und Getreide aus der Ukraine zu holen. Als Nahtoderfahrung könnte man das wohl bezeichnen.

Ing. David Paul,

1220 Wien

Personalmangel in Kinderkrisenzentren

Leider rächt sich jetzt die Tatsache, dass die Kinder- und Jugendhilfe von der pädagogischen Qualitätssicht zur betriebswirtschaftlichen Sichtweise gewechselt hat. Dass etwa in den Wiener Krisenzentren hauptsächlich Berufsanfängerinnen und -anfänger arbeiten, negiert die ursprüngliche pädagogische Forderung, dass dort nur Sozialpädagoginnen und Sozialarbeiter mit fünfjähriger Berufserfahrung arbeiten dürfen. Die Klientel der Sozialarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe braucht tiefenpsychologische Kompetenz und somit viel Selbsterfahrung in der Ausbildung. Der Fachkräftemangel in diesem Bereich dürfte hauptsächlich durch falsche Ausbildung und schlechte Rahmenbedingungen bedingt sein.

Mag. Alfred Zopf,

1130 Wien