Das Ziel ist die staatliche Journalistenausbildung

Eva Blimlinger ist leider eine aktive Co-Sterbehelferin der "Wiener Zeitung". Sie hält an ihren Plänen für die Zeitung fest: Diese Sturheit ist so bemerkenswert wie ihre Einstellung, der Staat könne mit seinem (Kultur-)Eigentum machen, was er wolle. Ist dem Staat auch die Zerstörung von Kulturgut erlaubt? Jeder Private, der das tut, steht vor dem Richter.

Dass eine Print-Tageszeitung kein Zukunftsinvestment sei, ist wohl eine Schutzbehauptung dafür, dass es der Eigentümerin und ihren Repräsentanten völlig egal ist, ob die Zeitung gedruckt weiterexistiert oder nicht. Die Verstaatlichung der Journalistenausbildung ist wohl der wahre Grund, die "Wiener Zeitung" umzubilden und als Print-Medium zu opfern. Dieses Gesetz wird, ebenso wie die Krankenkassenreform oder die Indexierung der Kinderbeihilfe, die Steuerzahler noch teuer zu stehen kommen. Was bleibt, sind das Schlechteste aus beiden Welten und eine bürgerlich-grüne Kulturschande.

Em.RA Dr. Wolfgang Rainer,

3420 Kritzendorf

Hat denn Kulturgut
keinen Wert?

Einmal mehr ein Hoch der "Wiener Zeitung"! Unvorstellbar, dass unsere Politik auf so ein Kulturgut keinen Wert legt. Die Grünen enttäuschen einmal mehr.

Prof. Ferry Kovarik,

1160 Wien

Mögliche Auswirkung
bei den nächsten Wahlen

Die geplante Einstellung der "Wiener Zeitung" als Printausgabe hat einen parteiübergreifenden Aufschrei ausgelöst. Es erstaunt, dass die Regierung - und hier besonders die ÖVP - nicht zu verstehen scheint, dass sie damit auch große Teile des Bildungsbürgertums verärgert, was bei den nächsten Wahlen zu Buche schlagen wird.

Dr. Norbert van Handel,

4652 Steinerkirchen/Traun

Korruptionsskandal
im EU-Parlament

Was geht in Köpfen von Menschen vor, die sich in Top-Positionen hochgearbeitet haben, dementsprechend hohe Gehälter sowie Spesen und anderes mehr einheimsen und es dennoch nicht lassen können, die EU in erschütternder Höhe zu betrügen? Derlei Vorgänge sind Wasser für die Mühlen Viktor Orbans und seiner Gleichgesinnten.

Hans Gamliel,

CH-9400 Rorschach

Die Schengen-Praxis ist
ein Sicherheitsrisiko

Ich gratuliere der Bundesregierung zum Veto bei der Schengen-Erweiterung. Endlich hat Österreich Flagge gezeigt. Es darf keine Erweiterung geben, solange nicht das Schengener Abkommen an die Praxis angepasst wird.

Im Durchführungsübereinkommen werden die Binnengrenzkontrollen abgebaut, jedoch Maßnahmen für die Kontrolle der Schengen-Außengrenze vernachlässigt. Ohne die Möglichkeit von Zurückweisungen sind auch verstärkte Grenzkontrollen ziemlich sinnlos.

Bundeskanzler Karl Nehammer hat recht, wenn er sagt: "Solange 75.000 Fremde unregistriert im Osten Österreichs ankommen, ist das ein Sicherheitsproblem, und das muss endlich gelöst werden." In Sachen Sicherheit und Schutz der Bevölkerung versagt die EU vollkommen.

Kurt Gärtner,

4600 Wels

Illegale Migration und Schengen-Erweiterung

Wenn Rumänien und Bulgarien in das Schengen-System aufgenommen werden, wie es die EU-Stellen wünschen, dann gibt es zwischen Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Österreich nur noch Schengen-Binnengrenzen, das heißt: keine Grenzkontrollen mehr. Wer es dann als Migrant bis nach Griechenland schafft und dort im Widerspruch zu den geltenden Bestimmungen nicht als Asylsuchender registriert wird, findet freie Bahn bis zu uns nach Österreich.

Das würde vieles ändern. Dann würden Migranten und Schlepper ihre Reiserouten natürlich ändern und nicht mehr über Serbien weiterreisen, wo Grenzkontrollen drohen. Und natürlich würden sie dann auch in verstärkter Zahl kommen. Von Griechenland kann man nicht erwarten, dass es die Migranten aufhalten würde - die bisherigen Erfahrungen sprechen dagegen.

Es geht nicht darum, ob Bulgarien und Rumänien ihre EU-Verpflichtungen einhalten. Es geht einzig darum, ob Griechenland und Ungarn ihre Verpflichtungen zum Außengrenzschutz und zur Registrierung der illegalen Migranten einhalten.

Peter F. Lang,

per E-Mail

Der Schengen-Raum
ist zu weit gefasst

Fakt ist, dass das Gebot der Stunde die Beschränkung des Schengen-Raumes wäre, zum Beispiel um Ungarn. Die EU-Länder haben uns bisher jede Unterstützung bei der Bewältigung des Flüchtlingsstromes mit all den sozialen und wirtschaftlichen Folgen verweigert. Zu befürchten ist bei gänzlich offenen Grenzen die Zunahme der Anzahl von einreisenden Kriminellen. Und wo bleibt die Fürsorge von Bulgarien und Rumänien für ihre Bewohner?

Dr. Erne Hackl,

5201 Seekirchen

Neue Fahrpläne bei
den Eisenbahnen

Wie wollen die ÖBB den Mehrverkehr bewerkstelligen? Es fallen doch jetzt schon viele Verbindungen aus, Züge können wegen Überfüllung nicht weiterfahren. Angeblich fehlt ausreichend funktionsfähiges Rollmaterial in größeren Stückzahlen, die Werkstätten sind überfordert, und Bestellungen von weiteren erforderlichen Wagen und Garnituren sind nicht oder viel zu spät erfolgt.

Und dafür zahlen wir alle über unsere Steuern. Jedenfalls kann ich das "Wir bitten um Entschuldigung" nicht mehr hören.

Reinhard Berger,

per E-Mail