Ein beschämender Umgang
mit öffentlichem Eigentum

Die Absicht der Regierung zur Einstellung der "Wiener Zeitung" stimmt mich wütend. Es drängt sich mir der Vergleich auf: Ein Besitzer eines Autos lässt dieses in der Garage stehen, ohne es zu nutzen. Die Frau Ministerin Susanne Raab kennt wohl die "Wiener Zeitung" nicht, und Frau Sigrid Maurer unterstützt sie auch noch - und das, obwohl sie auch selbst in der "Wiener Zeitung" Gastartikel schreibt.

Weiters veröffentlicht die "Wiener Zeitung" auch außerhalb des Amtsblattes öffentliche Meldungen, die im Fall einer Einstellung kostenpflichtig ausgelagert werden müssten. Dieses Vorgehen ist eine Veruntreuung von öffentlichem Gut.

Rudolf Steinböck,

2000 Stockerau

Zum Artikel von Julian Kern,
21. Dezember

Umweltschäden
durch den Skisport

Aus ökologischer Sicht sollte der Skisport massiv schrumpfen. Es wäre interessant, wie die junge Generation diesbezüglich tickt. Es gibt zwar laufend Klebeaktionen, welche primär den wuchernden Straßenverkehr betreffen, aber gegen die Skifahrerei wurde von diesen Gruppen noch nie etwas vernommen. Der alpine Skisport stellt ja eine große ökologische Belastung dar, aber auf dieses Spaßevent wollen nur wenige Schüler verzichten. Die körperliche Ertüchtigung eines Schulskikurses ist minimal.

DI Manfred Uttenthaler,

8053 Graz

Reale Verhältnisse
zur Sprache bringen

Da wird für die Kärntner Behörden ein Sprachleitfaden veröffentlicht, der modernen Erkenntnissen der Wissenschaft und den gesellschaftlichen Entwicklungen geschuldet ist. Und schon gibt es ein Gegackere, wie es in keinem Hühnerstall vorkommt.

Warum machen die Medien bei dieser Debatte mit? Vielleicht sollten wir uns eher fragen, warum der Bauernbund sich nicht mehr mit jenen auseinandersetzt, die Hühner in Massentierhaltung zu Tode quälen. Sind das noch Bauern oder sollte man sie nicht besser als "Fachkräfte zur Umsetzung agroindustrieller Interessen" bezeichnen? Bei diesen vielen Einzelfällen gibt es wohl nur noch das Schweigen der Lämmer, weil es einem die Sprache verschlägt.

Christian Salmhofer,

9201 Krumpendorf

Autokratische Systeme
haben keine Zukunft

Die "Glorious Revolution" in England, die Französische Revolution, nachfolgende Revolutionen in europäischen und außereuropäischen Ländern: Wie ein roter Faden zieht sich deren "Mündigwerden" durch die Geschichte. Und auch weiterhin wird die Menschen nichts davon abbringen, nach Aufklärung, Emanzipation und Freiheit zu streben.

Allerdings müssen diese Werte auch gelebt und auf den verschiedensten Ebenen durch Bürgerinnen und Bürger verteidigt werden. Oligarchische, klepto-kakistokratische Allein- und Cliquenherrschaft mit autokratischen Strukturen ohne grundlegende Menschenrechte können und werden in Europa und der gesamten westlichen Welt kein Modell für die Zukunft sein.

Dies gilt besonders auch für Russland, das derzeit in eine rückwärts gewandte Zeit gezwungen wird. Es ist ja keine neue historische Erfahrung, dass Machthaber ihren Wunschträumen, Verfehlungen, Verirrungen und ihrem Größenwahn freien Lauf lassen, sich über Gesetz und Gemeinwohl hinwegsetzen, ihr Land und Volk ins Elend stürzen.

Josef Draxinger,

D-84364 Bad Birnbach

Der Rückhalt der Taliban-Regierung

Nach so vielen der afghanischen Bevölkerung von den Taliban aufgezwungenen Einschränkungen dürfen nun Frauen nicht mehr an Universitäten studieren. Leider werden die meist ungebildeten, verbrecherischen Taliban-Machthaber von arabischen Staaten in deren Ideologie und Vorgehen unterstützt. Man sollte die Taliban aus Afghanistan in jene Länder verjagen, die sie unterstützen.

Hans Gamliel,

CH-9400 Rorschach