Menschliche Zuwendung
und Nächstenliebe

Ein forderndes Jahr neigt sich dem Ende zu. Der Friede, der am Heiligen Abend einkehren sollte, wird überschattet von Schlagzeilen über einen grausamen Krieg, dessen Auswirkungen wir alle zu spüren bekommen. Gerade jenen, die es am härtesten trifft, sollten wir jetzt unsere Aufmerksamkeit schenken. Doch wie, wenn die Krankenhäuser überfüllt, die Pflegerinnen und Pfleger überlastet und Helfende angesichts vieler Schutzsuchender ratlos sind? Wo fängt man an, wenn man angesichts der steigenden Not überwältigt ist?

Bei unserem Nächsten! Sprechen Sie einen notleidenden Menschen an, dem Sie begegnen. Setzen Sie sich zu ihm, reichen Sie ihm die Hand, nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit. So kann aus vielen kleinen Gesten etwas Wunderbares entstehen. Als Maria und Josef für die Niederkunft ihres Kindes eine Herberge suchten, hätte vielleicht ein kleines Bemühen gereicht, damit sie die Geburt Jesu nicht in einem Stall hätten erleben müssen. Die Hirten, die zu ihnen kamen, brachten, was sie hatten. Diese herzerwärmende Zuwendung war für die Heilige Familie sehr viel, vielleicht alles, was sie gebraucht hat.

Pfarrer Wolfgang Pucher CM,

Gründer der VinziWerke

Bescherung für die
Tiere des Waldes

Als meine Kinder noch klein waren, war es üblich, an Heiligabend auch die Tiere, die im Wald leben, zu beschenken. Am späten Nachmittag, bevor die Dunkelheit hereinbrach, packten wir ein kleines Körbchen mit Leckereien und machten uns auf den Weg, um ein geeignetes Plätzchen im Wald zu suchen. Ganz nahe am Stamm eines stattlichen Baumes legten wir die Gaben vorsichtig auf die Erde. Kleine Heubüschel, Apfelschalen, Kastanien, Fruchtmumien und Sämereien, Nüsse, Karotten, manchmal auch ein Ei. Es war für viele Waldbewohner etwas dabei. Vorfreude ließ sich in den Kinderaugen erkennen, auch wir Erwachsene spürten tiefe Zufriedenheit, etwas ganz Einfaches, aber Besonderes getan zu haben.

Am Tag nach der Heiligen Nacht und die Tage darauf kehrten wir in den Wald zurück und waren neugierig, was sich getan hatte. Das Staunen und die Freude waren groß, wenn die Nussschalen geknackt und nur mehr ein paar Krümel und Schalen am Boden vorzufinden waren. Die Bescherung hatte sich gelohnt und einige Waldbewohner angelockt.

Unsere Kinder sind schon lange den Kinderschuhen entwachsen und mittlerweile bereichern zwei wundervolle Enkelkinder unsere Familie. Ich bin zuversichtlich, dass in unserer Familie die Ehrfurcht, der Respekt und die Dankbarkeit der Schöpfung gegenüber erhalten bleiben und dieses schöne, ganz besondere Ritual auch in Zukunft weitergeführt wird.

Daniela Pichler,

5324 Hintersee

Demonstrative Eintracht
der Regierungsparteien

Schon Sebastian Kurz ist die Koalition mit den Grünen nicht gut bekommen, im Nachhinein hat er sie auch als Fehler bedauert. Von Karl Nehammer wird dieser Fehler demonstrativ für die noch bleibende Regierungsperiode verfestigt. Das wird Auswirkung haben! Diese Koalition steht derzeit bei 30 Prozent Zustimmung in der Bevölkerung. Das wird sicher bei der bevorstehenden Wahl in Niederösterreich seinen Niederschlag finden, von der irgendwann unvermeidlichen Nationalratswahl gar nicht zu reden. Ist gar das Ende der ÖVP als Regierungspartei gekommen, wie dies bei vergleichbaren Parteien in Nachbarstaaten schon geschehen ist?

Peter F. Lang,

per E-Mail