Der nicht nur moralische Verlierer dieses Jahres

Russland ist der moralische, politische und militärische Verlierer 2022 vor der Weltöffentlichkeit. Präsident Wladimir Putin begann einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, den nur wenige Europäer für möglich gehalten hatten. Die EU wurde aus dem Traum vom ewigen Frieden gerissen. Man hielt eine Besetzung der Region Donezk für am wahrscheinlichsten, die bereits von russischen Separatisten regiert wurde. Zur Überraschung fast aller Militärstrategen versuchte Putin, mit einer Armee, die keinen Krieg wollte, die komplette Ukraine einzunehmen.

Es wiederholt sich gerade die Legende von David und Goliath. Während die militärischen Erfolge der ukrainischen Streitkräfte am Gefechtsfeld sichtbar sind, bekämpft Russland die zivile Infrastruktur der Ukraine mit Raketen und Killer-Drohnen, was ein schweres Kriegsverbrechen darstellt.

Oberst i.R. Kurt Gärtner,

4600 Wels

Zum Artikel von Michael
Schmölzer, 23. Dezember

Eine sehr rechte neue Regierung für Israel

In dem Artikel über die Regierungsbildung von Benjamin Netanjahu heißt es: "Es wurden bereits mehrere umstrittene Gesetzesentwürfe in die Wege geleitet." Es fehlt das geplante Immunitätsgesetz. "Ohne Änderung der Vorschriften für offenen Beschuss und ein Immunitätsgesetz für Soldaten und Polizisten (...) werden wir der Regierung nicht beitreten", so Chanamel Dorfmann, einer der Koalitionsverhandler in den Gesprächen zwischen Itamar Ben-Gvirs Partei Otzma Yehudit und Netanjahus Likud-Partei.

Heuer war das tödlichste Jahr für Palästinenser, mit bisher 153 Toten (Quelle: "Global Research" vom 20. Dezember), darunter acht Frauen sowie 37 Kinder und Jugendliche, zwei Palästinenser wurden von Siedlern erschossen (Palestinian Centre for Human Rights). Wäre es in Österreich denkbar, dass die Polizei Kinder und Jugendliche erschießt und nicht zur Rechenschaft gezogen wird? Aber Israelkritik wird weiter als Antisemitismus geächtet.

Man darf gespannt sein, wann unsere Regierungsvertreter dieser Regierung von Benjamin Netanjahu ihre Aufwartung machen und Itamar Ben-Gvir später in Österreich willkommen heißen.

Karl Helmreich,

2552 Hirtenberg

Der nächste Direktor für das Heeresgeschichtliche Museum

Es wird berichtet, dass mehrere Mitarbeiter Mobbingvorwürfe gegen Christian Ortner, den bisherigen Direktor des des Heeresgeschichtlichen Museums, erhoben haben. Dabei wird verschwiegen, dass sich daraufhin 40 HGM-Mitarbeiter positiv über Ortner ausgesprochen haben - und dass Ortner der bisher bei Weitem erfolgreichste Direktor des HGM war. Es ist befremdlich, dass die zuständige Verteidigungsministerin nicht ein Wort des Lobes ausgesprochen hat. Dass man dieses Museum jetzt der "linken Reichshälfte" zur Verfügung stellt, war demnach die logische Konsequenz auf diesen Höhenflug.

Ob Georg Hoffmann - bisher Kurator am Haus der Geschichte, das die Geschichte Österreichs erst ab 1919 beginnen lässt - der Richtige ist, wird die weitere Entwicklung zeigen. Schade um das Heeresgeschichtliche Museum und schade auch, dass die Verdienste Ortners mit keinem Wort erwähnt werden.

Dr. Karl Zweymüller,

1190 Wien

Die Magie unserer wunderbaren Welt

Ein Drittel der Bevölkerung steht der Wissenschaft skeptisch gegenüber. Nahezu ein Zehntel glaubt an Hexen, Geister und Fabelwesen. Dann gibt es wieder solche, denen die Natur egal zu sein scheint. Sie sehen nicht das Wunder der Natur.

Entzauberung? Verzauberung? Ohne Wissenschaft kein Fortschritt, ohne Magie keine Demut. Ich meine mit Magie die Einfachheit der Natur. Zum Beispiel ein Gänseblümchen: wie exakt jedes einzelne Blütenblatt geformt ist und seinen eigenen Platz hat. Oder wie Bäume majestätisch in den Himmel ragen und jedem Sturm trotzen. Die ganze Welt und all ihre Bewohner bestehen aus Magie. Wir müssen lernen, sie zu sehen und zu akzeptieren, zu beschützen und zu pflegen. Denn ohne Natur können wir nicht leben und die Natur kann nicht ohne Magie fortbestehen.

Jedes Lebewesen benötigt seine Aufgabe, die es versucht, so gut wie möglich zu meistern - und ich glaube nicht, dass die Aufgabe des Menschen darin besteht, die Welt zu vernichten. Der erste Schritt, um die Natur-Magie zu retten, besteht darin, die Umwelt zu retten. Viele versuchen auch, etwas zu ändern, sammeln Müll oder sparen Plastik. Deswegen bitte ich alle, auf die Umwelt zu achten. Wenn wir zusammenhelfen, werden wir die Magie bewahren.

Valerie Krolokh,

4846 Redlham