Düstere Aussichten für
die "Wiener Zeitung"

Die Zukunft ist für die "Wiener Zeitung" auch nicht mehr das, was sie früher einmal war, hätte Karl Valentin gesagt. Natürlich ist im Moment noch nichts entschieden, weil das Gesetz zur Einstellung dieser Zeitung noch nicht beschlossen ist. Allerdings, und das ist die Krux an der Sache, hat es das schwarz-grüne Tandem mit Susanne Raab und Eva Blimlinger schon im Vorfeld verstanden, die Dinge so darzustellen, dass es keine Alternative gebe, als das Ende der "Wiener Zeitung" in der bisherigen Form ehebaldigst einzuläuten. Da nützen auch die vielen Unterstützungserklärungen honoriger Persönlichkeiten und renommierter Institutionen wenig.

Als gelernter Österreicher weiß man, dass die überaus gut gemeinten, aber kaum in das Bewusstsein der Österreicher dringenden "Warnungen" nicht das Papier wert sind, auf dem diese Unterschriften stehen. Wenn nun wieder ein bedeutender Teil des historischen Erbes der Republik rücksichtslos der Klientelpolitik von Parteien geopfert wird, interessiert das kaum jemanden.

Dass der Kapitän (Chefredakteur) von der Kommandobrücke des schlingernden Schiffes gestoßen wurde und ungeachtet dessen weiterhin an Bord bleibt, spricht für seine Loyalität den Lesern gegenüber. Dass Walter Hämmerle gemeinsam mit dem Redaktionsteam weiterhin für den Bestand der "Wiener Zeitung" kämpft, ist eine Leistung, die man gar nicht zu hoch einschätzen kann.

Sebastian Rasbornig,

per E-Mail

Nicht mehr als
Chefredakteur aktiv

Schade, dass Walter Hämmerle seine Aufgabe als Chefredakteur der "Wiener Zeitung" zurückgelegt hat. Auch wenn ich nicht immer eins zu eins seine Sicht der Dinge teilte, so war und ist er ein besonders qualifizierter Journalist, der in höchster Professionalität und Sachlichkeit jenen Journalismus praktiziert hat, den unser Land braucht, um der extrem schädlichen Meinungsmacherei durch traditionelle sowie "soziale" Medien zu begegnen.

Heinz K. Becker, Mitglied
des Europäischen Parlaments a.D.

Waffenhilfe gegen die
russische Aggression

Nicht einmal zu Weihnachten gab es eine Pause des Dauerbombardements des russischen Terrorregimes. Gegen den Genozid an der ukrainischen Bevölkerung hätte die Ukraine selbst keine Chance. Europa hätte sie im Regen stehen lassen. Wäre da nicht US-Präsident Joe Biden, der diesem immer wieder von Russland geknechteten Volk zu Hilfe kommt. Neben humanitärer Hilfe vor allem Waffen. Denn die braucht die Ukraine mehr denn je.

Einige Staats- und Regierungschefs glauben immer noch, man könne mit Wladimir Putin über das Ganze reden. Am liebsten wäre es ihnen, die Ukraine hätte sich dem russischen Terrorregime ergeben, Hauptsache, wir haben billiges Gas. Anscheinend verstehen diese Politiker immer noch nicht, dass es schon lange nicht mehr nur um die Ukraine geht. Putin möchte mit aller Gewalt eine neue Sowjetunion errichten. Und da ist ihm jedes Mittel recht. Hier ist die Sicherheit EU-Europas bedroht und Appeasementpolitik à la Chamberlain fehl am Platz.

Nur mit militärischer Aufrüstung und starker Verteidigung kann man Putin in die Schranken weisen. Es muss alles getan werden, damit dieser Mann nicht weiter an der Macht bleibt. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es nur eines: das heldenhafte Volk der Ukraine mit viel mehr schweren Waffen zu versorgen. Vor allem mit Luftabwehrwaffen. Das Patriot-Abwehrsystem kann hier nur der Anfang sein.

Walter Papst,

1040 Wien