Ein Vorsatz für Silvester
im nächsten Jahr

Warum wird das Pyrotechnikgesetz nicht unmissverständlich kommuniziert? Über Jahrzehnte wurde immer wieder der Eindruck vermittelt, dass das Zünden von Feuerwerkskörpern zwar im Ortsgebiet verboten ist, aber doch nur gegen grobe Verstöße vorgegangen wird. Damit kann aber keine spezial- und generalpräventive Wirkung erzielt werden, und die Knallerei wird schamlos fortgesetzt. Es bleibt daher jedes Jahr bei den erfolglosen Appellen zur Rücksichtnahme auf Mensch und Tier. Wirklich helfen würde ohnehin nur ein Verbot des Verkaufes und des Besitzes von Feuerwerkskörpern. 2013 ist es zumindest gelungen, den Verkauf von Schweizerkrachern zu verbieten.

Prof. Dr. Andreas Maislinger, per E-Mail

Keinerlei Verständnis
für Silvesterknallerei

Ich kann inzwischen keine Toleranz mehr für das fast schon zum Kriegsspiel entartete alljährliche Lärmspektakel zu Silvester aufbringen. Angesichts der Schäden an der Umwelt und Tierwelt und an der menschlichen Gesundheit durch die Feinstaubbelastung (als ob es die im Alltag nicht schon genug gäbe) erscheint die Sache schon sehr entbehrlich. Das archaische Austreiben des stillen, dunklen Winters durch Lärm und Feuereffekte ist heute obsolet geworden. Der Winter ist in unserer Zeit durch taghelle Beleuchtung und beinahe rund um die Uhr durchgehenden Verkehr weder still noch dunkel.

Jedermann ist es erlaubt, sich mit dem Kriegsspielzeug einzudecken und zu ballern, bis das Pulver verschossen ist. Dass diese Sache nur eine Nacht anhält, ist eine Untertreibung: Es beginnt meist schon um Weihnachten, und noch Tage nach dem Neujahrstag werden beim Fest vergessene Reste verschossen.

Mag. Herbert Bamberger,

1140 Wien

Die ewige Baustelle Bildungswesen

Mögen die Bemühungen zur Änderung der Lehrpläne mit der Integrierung wirtschaftlicher Themen auch Eingang in den Schulbetrieb finden. Sind die Lehrkräfte bereits vorbereitet und auch willens, in der unterrichtsfreien Zeit die notwendigen Grundlagen zu erwerben? Auch müsste ein Schwerpunkt des Unterrichts auf Gesundheitsthemen und der Vermeidung von schädlichen Substanzen beziehungsweise Gewohnheiten wie Drogen-, Zigaretten- und Süßigkeitenkonsum liegen. Wird auch Wert auf fächerübergreifenden Unterricht gelegt wie Biologie und Chemie, Wirtschaft und Mathematik?

Weiterhin besteht das Problem der zu langen unterrichtsfreien Zeit. Berufstätige Eltern müssen eine Betreuung der Kinder in den überlangen Ferien finden, und es ist auch nicht nachvollziehbar, dass Lehrer so immense Urlaubsansprüche haben. Man sollte die Schulen in der unterrichtsfreien Zeit öffnen, mit einem breitgefächerten Angebot, wobei sich jede Lehrkraft mindestens zwei Wochen einbringen und zudem jährlich zwei Wochen effiziente Weiterbildung nachweisen sollte.

Mir fehlt auch einer Clearing-Stelle, bei der Lehrkräfte ohne Benachrichtigung der Schulleitung Missstände aufzeigen dürfen.

Dr. Erne Hackl,

5201 Seekirchen

Sprachprobleme in
unserem Schulsystem

Wie soll der Unterricht gut sein, wenn viele Schüler unserer Staatssprache nicht mächtig sind, also dem Unterricht nicht wirklich folgen können? Oder aus einer oft völlig anderen kulturellen Umgebung kommen? Daheim verständlicherweise die Sprache der Eltern und die ihrer verwandtschaftlichen, privaten Umgebung verwenden? Wie in Mittel- und Nordeuropa üblich geworden, wird diese Wahrheit schlicht und ergreifend "vergessen".

Wolfgang Steffanides,

1030 Wien

Die enttäuschende Rolle
der Wissenschaft

Wenn man die globalen Trends der vergangenen fünfzig Jahre betrachtet, kann man die verbreitete Wissenschaftsskepsis verstehen. Kein soziales oder ökologisches Problem konnte in dieser Zeit mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen gelöst werden. Die Erde ist massiv übervölkert, der Bedarf an Ressourcen, die Müllberge und die sozialen Probleme wachsen. In die Entwicklung von Fusionsenergie werden seit Jahrzehnten gigantische Mittel gesteckt - bis jetzt ohne Erfolg. Leider funktioniert die Kernfusion nur in der Wasserstoffbombe. Dies aber seit mehr als 70 Jahren.

Für die Lösung der großen Probleme sind mutige, charakterstarke Politiker gefragt. Neue Forschungsergebnisse können nur eine geringfügige Rolle spielen: Die wichtigen Werkzeuge gibt es längst.

DI Manfred Uttenthaler,

8053 Graz