Anmerkungen zur
deutschen Energiewende

Weg von fossilen Brennstoffen und Atomkraft hin zu CO2-freien und klimaneutralen erneuerbaren Energien bis 2045, ist das möglich? Gegenwärtig liefern die erneuerbaren Energien (Windkraft, Solarenergie, Bioenergie, Wasserkraft) in Deutschland 16 Prozent des Energiebedarfs, 84 Prozent steuern fossilen Brennstoffe und Atomenergie bei. Selbst wenn wir den Anteil von Windkraft und Solarenergie verdoppeln, verbleibt noch eine Lücke von circa 70 Prozent, die nur durch fossile Energieträger und Atomkraft geschlossen werden kann.

Ein großer Teil der erneuerbaren Energie fließt in die Stromversorgung. Der Materialaufwand zum Bau von Wind- und Solaranlagen ist enorm, Strom fließt nur bei Wind und Sonnenschein, und das Problem der Stromspeicherung ist ungelöst. Grüner Wasserstoff hilft wegen seiner Unwirtschaftlichkeit nicht weiter.

Deutschland könnte aus Braunkohle seinen gesamten Treibstoffbedarf decken. Braunkohle steht uns in riesigen Mengen zur Verfügung. Neue Verfahren filtern sämtliche Schadstoffe heraus und können auch CO2 separieren, das klimaunschädlich entsorgt werden kann. Außerdem verfügt Deutschland über beträchtliche Vorkommen an Schiefergas. Diese würden ausreichen, um uns mehr als 20 Jahre mit Gas zu versorgen, das dazu notwendige Fracking-Verfahren wird seit mehr als 50 Jahren angewendet. Der Verzicht auf Kernkraft kommt Deutschland ebenfalls teuer zu stehen. Weltweit arbeiten heute circa 450 Kernkraftwerke, weitere 100 sind im Bau oder in Planung. Es ist an der Zeit, unsere Energiepolitik auf den Prüfstand zu stellen.

Dr. Karl-Albert Hahn,

D-36469 Bad Salzungen

ÖVP überlegt Haftstrafen
für Klimaaktivisten

Fällt den Politikern denn nichts anderes zu den Klimaaktivisten und ihren Aktionen ein, als härtere Strafen zu fordern? Was ist mit der Auseinandersetzung mit den Forderungen der "Letzten Generation", mit Gesprächsangeboten oder eigenen Aktivitäten für den Klimaschutz? Wäre es nicht im Interesse der Politiker, die Forderungen der Klimaaktivisten ernst zu nehmen?

DI Bernhard Jüptner,

per E-Mail

Zum Leitartikel von Walter
Hämmerle, 11. Jänner

Ein Verdacht ist noch
kein Schuldbeweis

Der Fall von Heinz-Christian Strache und sein Freispruch vor kurzem zeigen deutlich, wie sensibel und differenziert wir alle mit der Information "Es wird ermittelt" umgehen müssen. Das betrifft Medien, Opposition und Justiz gleichermaßen. Ermittlungen heißen noch gar nichts. Danke für die mutige Klarstellung in der "Wiener Zeitung"! Wer muss sich jetzt eigentlich bei Strache entschuldigen?

Gottfried Kneifel,

4470 Enns

Zum Artikel von Gero Vogl,
7./8. Jänner

Die Spuren des
alten Österreich

Vielen Dank für diesen Artikel, der mich angenehm überrascht hat. Meine Wurzeln liegen in der Stadt Bielitz, weil meine Großmutter 1895 dort geboren wurde. Meine Heimatstadt ist Skotschau (Kreis Teschen). Der größte Teil meines Lebens ist mit Krakau verbunden, dessen Einwohner sich auch nostalgisch an die österreichische Zeit erinnern.

Ing. Peter Rajwa,

per E-Mail

Was die Schule
wirklich braucht

Die Schule benötigt dringend Respektspersonen, die nicht an psychologische oder pädagogische Spielereien gebunden sind. In den öffentlichen Schulen dauert es circa 10 bis 15 Minuten, bis alle sitzen, besonders in den unteren Schulstufen. Mit ein Grund des Fiaskos ist der Mangel an Grundkenntnissen in Deutsch: meist zu wenig, um den Lehrstoff zu begreifen. Die wenigsten Kinder haben zu Hause dafür Unterstützung, weil die Erwachsenen selber nicht Deutsch können.

Eine Schule muss die Grundlage für Weiterbildung sein und keine Spezialitätenschmiede. Viele glauben, das Lehrpersonal sei für die Erziehung da. Falsch! Erzogen müssen Kinder zu Hause werden. Klappt das nicht, ist das komplette System im Eimer.

Horst Wagner,

per E-Mail

Die verleugneten
Kinder von Priestern

Papst Benedikt XVI. hat die Kirche menschlicher gemacht. Wenn jetzt Papst Franziskus auf dieser Linie weiterdenkt, müsste er endlich zugeben können, dass er und seine Mitbrüder nach der Priesterweihe weiterhin Menschen beziehungsweise Männer geblieben sind.

Dann müssten die hohen Herren nicht mehr mit betagten Männeraugen in die Krippe schauen, sondern mit den Augen der Priesterkinder: Nach Aussage eines Theologieprofessors gibt es weltweit jährlich 3.000 davon. Als Opfergabe könnten sie die vielen Tränen der Mütter dem Jesuskind darbringen. Vielleicht spürt dann der Papst mit seinem Gefolge, dass auch sie Männer mit Herz und Gefühlen geblieben sind.

Ilse Sixt,

D-85667 Oberpframmern