Konsens von Klimaaktivisten und Wissenschaftern

Ein großes Lob für die engagierten Wissenschafter, die mit ihrer Expertise und mit ihrem Ansehen den jungen Klimaaktivisten zur Seite stehen. Und ein "Nicht genügend" für die Politiker, die ein härteres Vorgehen gegen Klimakleber verlangen, statt die simple Forderung nach Tempo 100 auf Autobahnen endlich umzusetzen.

In anderen europäischen Staaten bestehen solche vernünftigen Tempolimits schon längst, und in Österreich hat sich der (sicher nicht extremistische) Klimarat dafür ausgesprochen. Angesichts der Uneinsichtigkeit und Untätigkeit der Politik verwundert es nicht, dass Menschen zu etwas drastischeren Methoden greifen.

Elfie Fleck,

per E-Mail

Mutige Aktionen gegen
die Gleichgültigkeit

Ich will meine Bewunderung und meinen Respekt gegenüber den jungen Menschen, die für ihre ernsthafte Sorge um den Zustand unseres Klimas so viel Mut und Risikobereitschaft aufbringen, äußern. Würden mehr Menschen endlich verstehen wollen, dass es höchste Zeit ist, zu handeln und die Alltagsgewohnheiten ernsthaft zu überprüfen und zu ändern, wäre dieser verzweifelte Ruf der Jungen an die Politik und die Mitmenschen weniger drastisch notwendig!

Mag. Fanya de Stella,

3040 Matzelsdorf/Neulengbach

Zum Kommentar von Edwin
Baumgartner, 13. Jänner

Umstrittene Ausstellung im Wiener Jüdischen Museum

Bemerkenswert, welche Diskussion um die grandiose Ausstellung "100 Missverständnisse über und unter Juden" entstanden ist. Hier wird ein sensibles Thema mit einer klug, humor- und liebevoll gestalteten und präsentierten Ausstellung beleuchtet, und das auch noch in einer Weise, die sich jedem erschließen kann. Die Kritiken reißen aber einzelne Objekte der Ausstellung aus dem Zusammenhang. Doch gerade die Einbettung in einen Kontext und die Gliederung in thematische Kapitel stellen die Objekte in einen sinnvollen Zusammenhang zueinander und zum Thema und sind somit ein entscheidender Teil des Konzeptes.

Merkwürdig, dass niemand gegen die Klischees protestiert, die in "The Nanny", "The Marvelous Mrs. Maisel" oder in der "Soiree bei Tannenbaum" transportiert werden. Aber wenn eine Ausstellung diese und andere Klischees witzig und intelligent hinterfragt und in Frage stellt, dann soll das falsch sein? Nein, das beweist nur, dass es mehr als 100 Missverständnisse gibt, und so wird die Ausstellung auf ganz einmalige Weise interaktiv. Hingehen, anschauen, Meinung bilden!

Georg Stern,

1110 Wien

Zum Artikel von Simon Rosner,
13. Jänner

Weniger Covid-Opfer,
doch mehr Sterbefälle

Der Grund der erheblichen Übersterblichkeit im vergangenen Jahr wird nicht so schwer zu finden sein. Das sind vermutlich Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die in der Pandemie nicht oder zu spät behandelt wurden. Das hat naturgemäß die Heilungs- und Überlebenschancen der Betroffenen massiv verschlechtert und wirkt bis heute weiter.

Dass Schweden in dem Zusammenhang heute die besten Zahlen hat, ist mehr als verständlich und bestätigt den damals heftig kritisierten schwedischen Weg.

Sepp Bitzinger,

1010 Wien

Zur Kolumne von Harald Oberhofer, 13. Jänner

Gute Gründe für
das Mercosur-Veto

Unter dem Vorwand, dem gebeutelten Brasilien zu helfen, "vergisst" Harald Oberhofer, die Argumente für das Veto Österreichs gegen das Handelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten zu rekapitulieren: zum Beispiel ungehemmte Importe in die EU, die sowohl ökologisch wie ökonomisch sehr problematisch sind und noch mehr Rinderzucht auf durch rücksichtslose Rodung freigemachten Weideflächen begünstigen, samt Schiffstransporten für Vieh und gleichzeitiger Schädigung unserer Landwirtschaft.

Rudolf Belyus,

per E-Mail

Zum Artikel von Estelle Emonet und Kay Deshmukh, 12. Jänner

Humanitäre Arbeit unter
dem Taliban-Regime

Meine Erfahrung mit internationalen NGOs in Afghanistan liegt schon Jahre zurück: Von 1990 bis 2000 habe ich in und für Afghanistan gearbeitet. Die Finanzierung der NGOs erfolgt von Staaten, Spendern, ideologisch motivierten und religiösen Institutionen oder Gruppen. Und fast jede NGO hat die Interessen der Spender umzusetzen, manchmal auch diskret. In der Zeit der ersten Taliban-Regierung (1996 bis 2001) wurde eine internationale NGO, die bei der Behandlung von Augenerkrankungen gute Arbeit leistete, dabei erwischt, Bibeln in den Sprachen Pashtu und Persisch zu verteilen. Diese Organisation musste daraufhin Afghanistan prompt verlassen.

Einige der europäischen NGOs machten damals großartige und nachhaltige Arbeit - und nur nach Konsultation der lokalen Bevölkerung. Heute wird in zwei Spitälern am Land weitergearbeitet, mit zahlreichen weiblichen Angestellten. Die dortigen Taliban sind dankbar für die gute medizinische Betreuung der Bevölkerung.

Brigitte Neubacher,

per E-Mail