Kein Zögern mehr bei
der Hilfe die Ukraine

Der österreichische Außenminister will "Augenmaß gegenüber Russland bewahren". Er weiß doch genau, was sich in der Ukraine abspielt: Das Ganze ist ein einziger Genozid. Die Zeiten, als man Wladimir Putin den roten Teppich auslegte und mit ihm scherzte, wie seinerzeit Bundespräsident Heinz Fischer und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl, müssen ein für alle Mal vorbei sein. Das war schon damals mehr als peinlich. Geschweige denn der Knicks der damaligen Außenministerin Karin Kneissl vor Putin.

In dieser Situation kann man nur Klartext sprechen. Appeasement-Politik ist hier fehl am Platz. Man muss sich auch darüber klar sein, dass neben Russland auch Belarus und der Iran am Krieg gegen die Ukraine beteiligt sind. Es geht mittlerweile nicht nur um die Ukraine, sondern um die nationale Sicherheit EU-Europas. Deshalb muss alles darangesetzt werden, das leidgeprüfte Volk der Ukraine mit schweren Waffen zu unterstützen. Verzögerung bedeutet noch mehr Tote. Putin darf nicht gewinnen! Denn sonst sind als Nächste Moldawien, Georgien und die baltischen Staaten dran.

Walter Papst,

1040 Wien

Unbekannte Flugobjekte bleiben ungeregelt

Die Logik des ÖVP-Umweltsprechers Johannes Schmuckenschlager entzieht sich meiner Fähigkeit zum Nachvollziehen. Falls ich ihn im Ö1-Morgenjournal vom 18. Jänner richtig verstanden habe: Es bedürfe keines Gesetzes zum Verbot von Fracking, weil dieses ohnehin nicht komme - genauso wie keine UFOs kommen, deren Flugaktivitäten man daher auch nicht eigens verbieten müsse.

Nun, mit UFOs wird tatsächlich kaum zu rechnen sein, während das Ansinnen, Bodenschätze für den Energiebedarf doch auch mittels Fracking zu gewinnen, meiner Meinung nach als ein bereits in näherer Zukunft durchaus realistisches Szenario denkbar erscheint.

Johann Ziegler,

3400 Klosterneuburg

Eine verpflichtende
Hilfe für die Opfer

Man mag von Florian Teichtmeister als Mensch noch so wenig halten, aber man wird zugeben müssen, dass er ein hervorragender Schauspieler ist. Jetzt zu verlangen, dass alle Filmszenen, in denen er mitgewirkt hat, mit einem anderen Schauspieler nachgedreht werden, halte ich für unsinnig. Wem soll damit gedient sein?

Ich würde seine Bestrafung anders angehen, nämlich so, dass den Opfern wirklich gedient ist. Er sollte weiterhin arbeiten, je mehr, desto besser. Er sollte auch anständig dafür bezahlt werden, aber das Geld sollte zu einem möglichst hohen Prozentsatz Opferschutzorganisationen zugutekommen. Und natürlich sollte seine Therapie weiterlaufen, solange es eben nötig ist. Dann hätte auch jeder Zuschauer die Befriedigung, mit der Theater- oder Kinokarte, die er erwirbt, nicht einen Täter zu unterstützen, sondern dessen Opfer sowie auch die Opfer anderer Täter.

Dies würde auch dazu führen, dass andere Täter ihre Untaten williger gestehen, weil sie sehen, dass sie sich damit nicht einen Ausschluss aus der menschlichen Gemeinschaft für alle Zeiten zuziehen, sondern die Pflicht, ihr weiteres Leben dem Opferschutz zu widmen. Das könnte sogar die Aufdeckung weiterer Fälle erleichtern.

Mag. Liane Mayer,

1230 Wien

Zwei-Klassen-Medizin
als Geschäftsmodell

Vom Niedergang der öffentlichen Krankenversorgung profitieren unter anderem private Versicherungsanstalten. Dort gehen Polizzen mit Zusatzkrankenversicherung inklusive Wahlarztkostenrückerstattung weg wie die warmen Semmeln. Laut Medienberichten genießen schon über drei Millionen Österreicher so einen Versicherungsschutz, Tendenz steigend.

Anbieter in der Branche zeigen nicht selten parteipolitische Nähe. Zwei Beispiele: Die "Uniqa" wird der ÖVP-Einflusssphäre zugerechnet, in der "Vienna Insurance Group" (VIP) - noch als "Wiener Städtische" in unseren Köpfen - wiederum, hatten bisher SPÖ-Funktionäre das Sagen. Damit ist leicht erklärt, warum Politiker von SPÖ und ÖVP beim Kampf gegen die Zwei-Klassen-Medizin so halbherzig vorgehen. Mehr Leistungsfähigkeit ins öffentliche Gesundheitswesen zu bringen, stört die blühenden Geschäfte von Uniqa, VIP & Co.

Dr. Wolfgang Geppert,

1010 Wien

Internationale Sorge um
die "Wiener Zeitung"

Nicht nur Leser, sondern auch verschiedene Medien beschäftigen sich mit der Zukunft der "Wiener Zeitung", die gegebenenfalls nur noch im Netz erscheinen könnte. Die Diskussion erregt auch internationales Aufsehen und neben der "Süddeutschen Zeitung" widmete die ehrwürdige "Neue Zürcher Zeitung" ebenfalls dem Problem einen Artikel.

Jedenfalls existiert das Blatt, für das sich auch viele Testimonials aus den verschiedensten Bereichen einsetzen, seit fast 320 Jahren und gilt damit als älteste noch existierende Zeitung der Welt. Grund genug, sie in der bisherigen Form unter Denkmalschutz zu stellen und als regelmäßige Print-Ausgabe zu erhalten.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien

Politischer Einfluss
auf den Medienmarkt

ÖVP und Grüne verteilen Medienförderung an die Falschen, insbesondere an Gratis- und Regionalblätter. Empörend ist, dass die seit knapp 320 Jahren bestehende "Wiener Zeitung" verschwinden soll. Die Totengräber: Susanne Raab, Sigrid Maurer, Eva Blimlinger. Werden damit Verlegerinteressen befriedigt, indem man Konkurrenten beseitigt?

Die Scheinausrede "Digitalisiert euch" ist eine Frechheit. Ich will eine gedruckte Zeitung, wegen der Überschaubarkeit, neben der Informationsflut im Netz, zur Orientierung. Das ist der Vorteil der analogen Welt.

Mag. Dr. Ewald Maurer,

per E-Mail