Schiefergasvorkommen im Weinviertel
Zum Artikel vom 24. Jänner

Mit großer Sorge lese ich über die Pläne der OMV, die Schiefergasvorkommen im Weinviertel erproben und gegebenenfalls in Zukunft fördern zu wollen. Dies ist in jedem Fall eine Sackgasse.

Wie das zuständige Ministerium mitgeteilt hat, hat die OMV noch gar nicht um Genehmigung für Probebohrungen angesucht. Sie will aber laut dem Bericht der "Wiener Zeitung" vom 24. Jänner 2012 ab Sommer 2013 zwei Probebohrungen durchführen.

Die Schiefergasgewinnung ist weltweit eine Katastrophe!

Selbst wenn man der OMV über die Umweltfreundlichkeit der geplanten Technologie Glauben schenken will, so ist es dennoch der falsche Weg.

Wieder soll fossile Energie mit viel Investitionsgeld gewonnen werden, anstatt alle verfügbaren Mittel in tatsächlich erneuerbare und umweltverträgliche Förderungen zu investieren.

Es ist unbestritten, dass nur der Ausstieg aus der fossilen Energie, nicht aber neue gefährliche Aufschließungen die Zukunft sein können, um das Klima zu schützen, und aufgrund der Begrenztheit der Ressourcen der fossilen Energie auch sein müssen.

Auch die OMV sollte viel mehr auf erneuerbare Energie setzen und dort investieren. Mit 130 Millionen Euro könnten sie auf diesem Gebiet sehr viel erreichen. Will man wirklich diese Summen in den Sand setzen und nach Zwentendorf und Hainburg ein "Herrenbaumgarten" erleben?

Stefan Malfèr,
1140 Wien

Ablenkungsmanöver der Wiener Ärztekammer?
Zum Kommentar von Ernest G. Pichlbauer, 24. Jänner

Die Anschuldigungen von Ernest G. Pichlbauer sind schon sehr verwunderlich, wonach die "ungustiöse" Elga-Informationskampagne der Ärztekammer ein Ablenkungsmanöver vom Rechnungshofbericht zum Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer für Wien sein soll. Warum auch? Der Wohlfahrtsfonds ist saniert, das hat auch der Rechnungshof bestätigt. Wer den Bericht nachlesen will, kann das jederzeit auf der Website der Ärztekammer www.aekwien.at tun.

Was Elga betrifft: Es dürfte Ernest G. Pichlbauer wohl entgangen sein, dass auch die Österreichische Ärztekammer die elektronische Gesundheitsakte in zahlreichen Beschlüssen abgelehnt hat. Wieso hätte sie sich sonst an der Inseratenkampagne beteiligen sollen?