Bürgerbeteiligung als Beitrag zur Politik
Zum Gastkommentar von Robert Cvrkal, 4. Mai

Bürgerbeteiligung wird leider oft mit Bürgerbefragung verwechselt. Letztere ist aber sinnvollerweise auf Fragestellungen einzuschränken, die mit allgemeinem Wissen und Kenntnissen entscheidbar sind. Bei Energiefragen wird ausreichendes Wissen in breiten Bevölkerungsschichten nicht vorausgesetzt werden können. Diese werden sich daher nach entsprechenden Einflüsterern, deren Motive keineswegs edel sein müssen, entscheiden beziehungsweise nach dem, welche Gruppe mehr Medienmacht entwickelt.

Es steht nicht fest, dass jene, die eine Maßnahme ablehnen, dies uneigennützig tun und dass deren Beweggründe lauter sind.

Besser wäre eine echte Bürgerbeteiligung in der Form, dass Bürger bei jedem Projekt bereits bei Planungsbeginn eingebunden werden, wobei auch eine Null-Lösung eine Option sein müsste.

Friedrich Hochmann,
per E-Mail

Präsidentschaftswahlen in Frankreich

Es gibt einfachere Herausforderungen als in Frankreich zum aktuellen Zeitpunkt das Präsidentenamt zu übernehmen.

Und François Hollande hat mit seinen Wahlversprechungen die Latte dann noch höher gesetzt. Frankreich ächzt unter einer enormen Schuldenlast. Die verkrusteten Strukturen im Arbeitsmarkt und im Sozialbereich tragen dazu bei, dass Frankreichs Staat über seine Verhältnisse lebt. Die Ghettoisierung und hohe Jugendarbeitslosigkeit bergen eine hochexplosive Mischung.

Frankreich ist träge geworden, und das Selbstverständnis der Franzosen ist nicht unbedingt hilfreich, dass aus dieser Trägheit wieder eine Dynamisierung wird.

Pascal Merz,
CH-6210 Sursee