Zum Artikel von Heiner Boberski, 14. Februar
Schutzmaßnahmen gegen Asteroideneinschlag

Aufgrund der Explosion eines Meteoriten über dem Ural mit rund 1200 Verletzten und des relativ nahen Vorbeiflugs eines Asteroiden am vergangenen Freitag stellt sich die Frage: Wie gefährlich sind diese Himmelskörper eigentlich? Und können in Richtung Erde fliegende Asteroiden oder Meteoriten abgelenkt werden?

Auch wenn Experten die Wahrscheinlichkeit des Einschlags eines Asteroiden als relativ gering einstufen, so sollten doch Schutzmaßnahmen für einen Tag X vorgesehen sein. Spezielle Teleskope können helfen, um anfliegende Asteroiden rechtzeitig zu entdecken. Unter Beobachtung stehen derzeit etwa 9600 solcher Himmelskörper.
Wissenschafter haben verschiedene Methoden vorgeschlagen, wie man einen Asteroiden von der Erde ablenken könnte. Einige propagieren, ein großes Objekt in seiner Nähe zu platzieren, um durch die gegenseitige Anziehung seinen Kurs zu verändern. Andere haben vorgeschlagen, den Asteroiden mit einem Raumschiff oder sonstigen Objekten zu rammen oder zu beschießen, um seine Flugbahn zu verändern. Vielleicht können ja auch die Abwehrsysteme von ballistischen Langstreckenraketen dementsprechend erweitert werden?
Neben technischen Problemen sind es wahrscheinlich die hohen Kosten, die ein Abwehrsystem gegen Asteroiden und Meteoriten utopisch erscheinen lassen. Aber schon aufgrund der genauen Beobachtung des Weltalls und des rechtzeitigen Erkennens einer Gefahr kann im Anlassfall die Evakuierung von Menschen erfolgen.

Oberst i.R. Kurt Gärtner,
4600 Wels

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Zum Artikel von Petra Ramsauer, 16. Februar
Sex-Übergriffe als politisches Druckmittel

Dieser Bericht ist erstklassig und bringt die tatsächlichen Ursachen der Gewalt gegen Frauen auf den Punkt - ganz im Gegensatz zur Analyse "Der ganz alltägliche Horror", in dem Expertenmeinungen angehängt sind.

Man sollte sich der Brutalität gegen Frauen, Oppositionelle und Minderheiten in Ägypten bewusst sein, ansonsten verstehen "wir Europäer" den "Arabischen Frühling" und die in Gang gesetzte Entwicklung nicht. Ungemein interessant war es, in diesem Kontext den Artikel "Der Koran ist wie ein Rezept", ein Interview mit Mujeeb ur Rahman, Mullah in Afghanistan, aus der Beilage "extra" zu lesen.

Andrea Schneider,
per E-Mail

Nutznießer und Geschädigte des EU-Budgets

Brüssel hat sich wieder einmal als das entlarvt, was es ist und immer schon war: nämlich ein gigantischer Umverteilungsmechanismus. Wer in der ersten Reihe steht, am lautesten trommelt und trompetet und optimal droht oder erpresst, bezahlt am wenigsten und bekommt am meisten.
Den EU-Nettozahlern fehlen die Mittel für sinnvolle Investitionen, und den Empfängern werden die Gelder von den Gläubigern abgenommen, bevor sie überhaupt erst einen Cent davon gesehen haben.
Die Einzigen, die wirklich etwas davon haben, sind die überprivilegierten EU-Beamten, und die kosten immerhin an die 6 Prozent des Gesamtbudgets.

Mag. Martin Behrens,
1230 Wien