Zum Leitartikel von Reinhard Göweil, 27. Februar
EU-Sparpolitik ist der falsche Weg
Synergie aus ökonomischer Summe der EU-Staaten

Der verordnete Sparkurs ist ebenso unsinnig wie die Forderung, Nettozahler sollen Problemzonen durch die Krise füttern.

Nachhaltig sinnvoll wäre ein Europa, das aus weitgehend autonomen Einzelstaaten besteht, die über eine eigenständige Wirtschafts- und Geldpolitik verfügen, um beispielsweise nach Bedarf auf- oder abzuwerten und damit das Leistungsbilanzgleichgewicht herstellen zu können, was Einzelwährungen oder zumindest Gruppenwährungen gleichwertiger und homogener Staatengebilde voraussetzt.
Der Gesamtnutzen für Europa ergibt sich dann in Form einer Synergie aus der ökonomischen Summe der Einzelstaaten.

Mag. Martin Behrens,
1230 Wien

Gemeinsamer Widerstand gegen EU-Sparpolitik

In Italien haben die Wähler ein Machtwort gesprochen und ein Ende des Spardiktats sowie die Schaffung von Perspektiven eingefordert. Kein Wunder, welches Land will schon das Schicksal der Griechen teilen, bei denen durch die Einschränkung der Staatsausgaben heute Massenarmut herrscht und es eine Jugend ohne Perspektiven gibt.
Nachdem man einige Jahre lang die Bürger hinters Licht führen konnte, haben diese in der Zwischenzeit begriffen, dass die Rettungsschirme zwar Spekulanten auf Kosten der Steuerzahler retten, jedoch weder den Bürger in den Geberstaaten noch jenen in den Problemländern helfen.
Es ist sogar noch das Gegenteil der Fall, nämlich dass die Rettungsschirme beziehungsweise die mit diesen verbundenen Auflagen Unfrieden bis Hass in den Mitgliedstaaten der Union gesät haben und zu Ausschreitungen und bürgerkriegsähnlichen Zuständen geführt haben.
Sollte das mittlerweile zu einem Pulverfass gewordene europäische Friedensprojekt explodieren, dann haben dies jene Machthaber zu verantworten, welchen die Interessen einiger Konzerne und Lobbys wichtiger waren als das Gesamtwohl der europäischen Bürger.

Robert Cvrkal,
per E-Mail

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Zum Artikel von Walter Hämmerle, 4. März
Nach der Wahl in Niederösterreich

Jetzt, wo die Wahl in Niederösterreich geschlagen ist, wird die ÖVP doch hoffentlich bereit sein, Auskunft zu erteilen, wie das mit den Wohnbaugeldern so gelaufen ist. Interessant wird auch sein, wie die Refinanzierung zu schaffen sein wird.
Ich hoffe die "Wiener Zeitung" bleibt an dem Thema dran. Danke!

Karl Beisteiner,
per E-Mail

Zum Artikel vom 28. Februar
EU begrenzt erstmals Bonuszahlungen für Banker

Abschaffen wäre noch besser. Und es stellt sich die Frage, wer reguliert und kontrolliert dieses Vorhaben schnellstmöglich.
Die Bankenunion soll ihre Arbeit nicht vor 2014 aufnehmen. Reichlich spät. Mehr Ernsthaftigkeit und Schnelligkeit in der Umsetzung sind gefragt. Zudem ist eine weltweite Kappung von Nöten, sonst lagern gierige Bankmanager ihre Zentralen in das Nicht-EU-Ausland aus.
Dort können sie dann um ihre Boni zocken und die Finanzwelt in Unordnung halten. So funktioniert das Vorhaben allumfassend nicht. Doch immerhin, ein erster Schritt wird in Erwägung gezogen. Hoffen wir auf Gelingen.

Wolfgang Werkmeister,
per E-Mail

Glosse "Kunstsinnig" von Claudia Aigner

Es ist immer wieder ein Hochgenuss, Ihre Glosse zu lesen. Eine garantierte Erbauung einmal am Tag. Sie sind ein wesentlicher Teil der "Wiener Zeitung"!

Wolfgang Prutscher,
per E-Mail