Zum Gastkommentar von Tadej Brezina, 3. April
Wirtschaftsfaktor mit Verantwortung

Vom Glück gibt es unendlich viele Vorstellungen - doch sie alle kreisen um zwei grundsätzliche Lebensthemen: Individualität und Freiheit. Gerade mit dem eigenen Auto verbinden wir diese Emotionen. Daher ist es kaum verwunderlich, dass Mobilität ein Grundbedürfnis des Menschen darstellt. Zugleich steht sie für Fortschritt und Entwicklung.

Keine Frage, dass das Auto die Gesellschaft auch vor große Herausforderungen stellt. Gerade im urbanen Raum gehen die Emotionen hoch. Obwohl der berechtigte Wunsch nach noch mehr (individueller) Mobilität steigt, dürfen Ressourcen nicht verschwendet und Nachhaltigkeit in keiner Weise außer Acht gelassen werden. Kann es also noch verantwortet werden, auf individuelle Mobilität zu setzen? Ja, wenn sie sich stetig weiterentwickelt und auf neue Technologien setzt. Die Automobilindustrie setzt auf Fortschritt und Wandel. Sie schafft damit nicht nur allein in Österreich Arbeitsplätze für 365.000 Menschen, sie investiert jährlich Millionen in Forschung und Entwicklung.
Es ist aber auch Zeit, die Diskussion allgemein zu versachlichen. Die unterschiedlichen Mobilitätsgruppen, wie Radfahrer, Fußgänger, Auto- und Motorradfahrer stehen einander misstrauisch gegenüber. Dabei sollte es nicht "entweder oder" heißen, sondern "sowohl als auch". Denn der Mensch lebt heute multimodal, nutzt also häufig unterschiedliche Fortbewegungsmittel.
Im jährlichen Berichtsspektrum der Medien ist das Frühjahr unter anderem für den Feinstaub reserviert - definitiv ein wichtiges Thema. Doch allein, mit dem Finger auf die Autofahrer zu zeigen, greift absolut zu kurz. Denn Diesel-Pkw führen die Zulassungsstatistik in Österreich an. Bei den Feinstaub-Emissionen liegt ihr Anteil aber nur bei knapp 5,2 Prozent. Auch hier konnte die Automobilindustrie durch stetige Technologieweiterentwicklung sehr gute Ergebnisse erzielen. Und durch die rasante Weiterentwicklung der Dieseltechnologie und die Einführung von wirksamen Partikelfiltern wird dieser Anteil ständig geringer. Dank permanenter Investition gehen die Schadstoffe also kontinuierlich zurück.
Das wachsende Umweltbewusstsein - auch seitens der Mobilitätsbranche - in Verbindung mit strengen Abgasvorschriften verlangt technische Meisterleistungen: Durch Leichtbauweisen, verbesserte Aerodynamik, Start-Stopp-Systeme und Hybrid- und Elektroantriebe schafft man es, den CO2-Ausstoß stetig zu verringern. 100 moderne Pkw produzieren weniger Emissionen als ein einziges Auto Baujahr 1970. Und ein modernes Auto verbraucht durchschnittlich um 3 Liter pro 100 Kilometer weniger Treibstoff als ein 15 Jahre altes Modell. Bis zum Jahre 2020 soll der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Fahrzeuge in der EU bei nur noch 95 Gramm pro Kilometer liegen. Autos von heute sind aber nicht nur klimaschonender und sparsamer, sondern durch eine Vielzahl intelligenter Assistenzsysteme auch immer sicherer unterwegs.

Dr. Felix Clary und Aldringen, Vorsitzender des Verbandes der Automobilimporteure

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Zum Kommentar von Christian Ortner, 6. April
Mietverhältnisse und "wohlerworbener Rechte"

Vielen Dank für Ihren treffenden Artikel zum Problem der untergleichen Höhe der Verträge bei Mietwohnungen.
Nicht nur, dass manche Mieter ungerechterweise aufgrund sogenannter "wohlerworbener Rechte" in äußerst günstigen Mietverhältnissen leben, es werden diese Mietobjekte oft gar nicht regelmäßig genützt, weil viele Zweitwohnsitze haben und nicht daran denken, die günstigen Mietobjekte aufzugeben.
Eine Klage wegen Nichtbenützung ist aufgrund des aufwendigen Beweisverfahrens, der Beweislast für den Vermieter sowie der häufig "mieterfreundlichen Rechtsprechung" sehr schwer durchzusetzen.
Kein Wunder, dass viele Hauseigentümer bei Neuvermietungen der Wohnungen den höchstmöglichen Zins verlangen sowie nur mehr befristete Mietverträge anbieten, um dieses Problem gar nicht aufkommen zu lassen.

Mag. Daniela Spehar,
1030 Wien