Zum Artikel vom 12. Juni

Die USA bespitzeln Europäer - und Europa nimmt es hin

Edward Snowden ist ein mutiger Mann, er riskiert sein Leben oder zumindest die Freiheit, um aufzudecken, wie die USA mit ihren eigenen Bürgern und mit dem Rest der Welt umspringen. Das ist nicht nur das Resultat ihres Sicherheitswahns - so beherrscht man die Welt!

Eine Schande ist allerdings das Nichtreagieren unserer Politiker. Schade um Europa, schade um unsere Freiheit.

Adolf Platzer,

per E-Mail

Zum Artikel von Thomas Seifert und Veronika Eschbacher, 8. Juni

Die EU ist über den Krieg
in Syrien uneinig

Wir wollen nicht unsere UN-Soldaten am Golan gefährden, wenn andere Mitglieder der EU die syrischen Kriegsparteien mit Waffen beliefen. Das ist doch eine klare Entscheidung.

Das wahrhafte Bemühen der EU um Frieden muss angezweifelt werden. Frankreich, England und Deutschland wollen Geschäfte machen .. .

DI Franz Plochberger,

per E-Mail

Studieren zum Spaß sollte nicht mehr gratis sein

Laut einer Studie des Wissenschaftsministeriums haben sich die Studienabschlüsse in Österreich zwischen 2000/2001 und 2011/2012 von 17.000 auf 34.000 verdoppelt. Das ist grundsätzlich erfreulich.

Auf den zweiten Blick jedoch haben sich die "Zweitstudien" von 2000 auf 7000 mehr als verdreifacht. Interessant wäre, inwieweit diese Zusatzstudien wirklich der Berufsausübung und damit indirekt dem Staat zugutekommen, oder vielleicht nur durch nebenberufliches Studium die Berufstätigkeit sogar beeinträchtigen - oder sie sogar - etwa bei Seniorenstudien - für die Allgemeinheit nichts mehr bringen, aber das Wissenschaftsbudget erheblich belasten.

Ich will nicht missverstanden werden: Das Studium von Pensionisten ist im Sinne eines qualitativen Alters zu begrüßen. Aber es stellt sich in diesem Zusammenhang ganz speziell die Frage des Verzichts auf Studiengebühren.

Nur derjenige, dessen Studium dem Staat durch berufliche Umsetzung Nutzen bringt, sollte gratis studieren dürfen. Der "Hobby-Student", also der Pensionist oder auch der Berufstätige, dem das (zweite) Studium außer einem Titel keinen Nutzen bringt, sollte jedoch die Kosten eines Studienplatzes berappen. Denn der Steuerzahler darf nicht für ein "Visitkartenstudium" zur Kasse gebeten werden.

Günter Braun,

1020 Wien

Wettbewerbspakt der EU bedroht unser Sozialsystem

Wie nun auch der kleine Mann und die kleine Frau der Straße erfahren durften, gibt sich die österreichische Regierung ein Stelldichein mit dem Europäischen Rat, bei dem die ersten Gespräche bezüglich eines "Wettbewerbspakts" vonstattengehen sollen.

Bei diesem Pakt handelt es sich ja um sogenannte "Strukturreformen", die zuallererst Kollektivverträge beschneiden, für Kürzungen von Pensionen und Sozialleistungen verantwortlich sein werden und schließlich in der Privatisierung von Wasser, Bildungs- und Gesundheitssystem gipfeln.

Da es sich hierbei lediglich um Verträge zwischen den einzelnen Nationalstaaten und der Europäischen Union handelt, liegt es an der Regierung, zur Verarmung der Lohnabhängigen - für die sie eine politische Verpflichtung übernommen hat - Nein zu sagen. Herr Kanzler und Herr Vizekanzler, ich fordere Sie daher auf: Sagen Sie "Stop!" zum Wettbewerbspakt und verhindern Sie damit die asozialen Einschnitte in das österreichische Sozialsystem und die Aushebelung des österreichischen Parlaments.

Patrick Wriessnig, Bezirkssprecher der KP Klagenfurt