Zur Kolumne von
Walter Hämmerle, 19. Juni

Wen soll ein wählerischer Mensch denn wählen?

Das Phänomen des Nichtwählen-Wollens wird bereits in der aktuellen Vorwahlkampfzeit erkennbar. Walter Hämmerle hat es zu Recht thematisiert. Die Menschen distanzieren sich zunehmend von SPÖVP, sind sie doch von der praktizierten Parteipolitik mehr als frustriert. Daher der wachsende Protest der Zivilgesellschaft, der sich im kommenden Herbst in Wahlverweigerung oder Stimmabgabe für Populisten äußern wird. Die Menschen wollen einen anderen parlamentarischen Dialog!

Keine Frage, die meisten Menschen beschäftigt die künftige gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Lage des Landes. Es fehlt das Geld an allen Ecken und Enden, um zum Beispiel endlich eine moderne, zeitgemäße Bildungspolitik zu finanzieren. Die Menschen haben kapiert, dass auch in Österreich einzelne Banken primär uns in diese veritabel hartnäckige Krise geführt haben - und das mithilfe der Politik.

Fakt ist, dass sich Politiker von der Bankenlobby Lösungsmodelle quasi diktieren ließen. Teure Irrwege sind schwer zu revidieren - siehe Hypo-Alpe-Adria. Doch dieses Faktum passt im Vorwahlkampf nicht ins Bild und wird von SPÖVP geschickt ausgeblendet. Aber das politische Langzeitgedächtnis der Wähler ist nicht so marod, wie die Großkoalitionäre glauben.

Conclusio: Das Wahlphänomen für Herbst 2013 bleibt aufrecht: "Wen soll ein wählerischer Mensch denn wählen?" (Gabriel Laub)

Wilma Kropf,

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Ein Menetekel an der
Wand für den ORF

Den Nachrichtensprechern des ORF müssen in den letzten Tagen kalte Schauer über den Rücken gelaufen sein bei der Verlesung der Vorwürfe der griechischen Regierung an ihren staatlichen Rundfunk, die eins zu eins auch auf den ORF passen: "zu hohe Kosten, unfähige Führung" - "der bestehende Rundfunk ist nicht reformierbar, weil er über Jahre fest in den Händen der beiden großen Parteien war" - "der Rundfunk war ein Jurassic-Park mit lauter Sauriern". Wer wird es wagen, bei uns den Stecker zu ziehen?

Ing. Gerhard Havlicek,

1170 Wien