Zum Artikel von Alexander Dworzak und Konstanze Walther, 12. Juli
Grenzen des Wirtschaftswachstums
Gerechte Verteilung von Vermögen durch Steuern

Der Hund liegt in den Steuern, in der Umverteilung von unten nach oben begraben. Die Steuerprogression ist eine Schimäre, welche den Topverdienern Luxus durch Abschreibungen auf Steuerkosten ermöglicht.

Was die Welt braucht, sind altruistische Koryphäen für eine sozial gerechte Marktwirtschaft, eine sozial gerechte Besteuerung, eine Umverteilung der Einkommen und Gewinne, nicht durch Abschreibungen von oben nach unten, sondern Vorsteuerrabatte, einer Umverteilung von oben nach unten. Ein Grundeinkommen für alle brächte vernünftige Einkommensverhältnisse, mehr Konsum und ermöglichte den Klein- und Mittelbetrieben mehr zu investieren und mehr Arbeit.

Hermann Bauer,
per E-Mail

Wirtschaftswachstum ist kein Problemlöser mehr

Wachstum basiert unter anderen auf folgenden Paradigmen:
1. Die Menschen, zumindest ein ausreichender Teil davon, werden immer genug Geld zur Verfügung haben, um Konsumenten sein zu können. Und sollte ein finanzieller Engpass auftreten, kann man sich verschulden. Das gilt für Einzelpersonen genau so wie für Staaten. Wie lange geht so etwas gut?
2. Die Innovationskraft der Menschen ist groß genug, um den Konsumenten immer neue Produkte anbieten zu können, die diese auch kaufen.
Und sollte das Angebot nicht auf die erhoffte Nachfrage treffen: wird die Werbung den fehlenden Bedarf erzeugen. Mündige Konsumenten spielen hier immer weniger mit.
3. Die Lebensdauer von Produkten ist begrenzt. Dadurch entsteht ein neues Produktions- und Dienstleistungsvolumen für die Wirtschaft.
Und sollte dieser "Ersatzbedarf des Marktes" von der Wirtschaft als zu gering erachtet werden, so wird die technisch mögliche Lebensdauer von Produkten künstlich verkürzt oder eine Reparatur technisch unmöglich beziehungsweise unwirtschaftlich gemacht, um einen zusätzlichen Bedarf zu erzwingen. Es handelt sich hier nicht nur um eine bewusste Vergeudung von begrenzten Ressourcen, sondern auch um eine unnötige Anheizung der Müllproblematik. Die Konsumenten sind die Verlierer.
Es scheint , dass Wachstum, so erfolgreich es einmal war, als genereller Problemlöser seinen Zenit bereits überschritten hat.

Dipl.-Ing. Dr. Franz Labek,
2504 Sooß

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Zum Artikel von Solmaz Khorsand, 11. Juli
Anrainer leiden unter falscher Verkehrspolitik

- © Luiza Puiu
© Luiza Puiu

Auf dem Bild sieht man gut, wie sich eine Straße entwickelt, wenn die Kunden gut mit dem Auto zufahren können - wie es von der Wirtschaftskammer immer gefordert wird.
Die nicht verkehrsberuhigte Reinprechtsdorferstraße mit unattraktivem Busverkehr ist gutes (eigentlich schlechtes) Gegenbeispiel zu beruhigten Straßen wie der Neubaugasse, wo Kammer und Bezirkspolitiker seinerzeit den wirtschaftlichen Untergang prophezeit haben. Mein Beileid den Anrainern!

Harald Jahn,
per E-Mail

Zum Artikel von Martyna Czarnowska, 9. Juli
Größte Freihandelszone der Welt zwischen USA und EU

Freier Handel ohne Zollschranken ist ein Jahrhundert-Quantensprung, der damit verbundene Abbau von Zoll und Bürokratie kommt allen Beteiligten zugute.
Der Abbau von Zollschranken würde beenden, was an mittelalterlichen Schranken von Fürstentümern und Raubrittern an Grenzen noch normal war: das Ausbeuten von Handeltreibenden. Am Ende der Schlange stand schon immer der Verbraucher, der kleine Mann hatte die Zeche zu zahlen, die sich über die Zollschranken vervielfacht.
Ein Beispiel, dass die Globalisierung durch die Wirtschaft Vorteile hat, die den Menschen stärker ins Bewusstsein gebracht werden müssen.
Und wenn der Abbau von Zollabgaben vorangetrieben wird, muss dies auch heißen, dass im gleichen Maße die Datenspionage unter befreundeten Staaten beendet wird.

Wolfgang Werkmeister,
D-65760 Eschborn