Zum Artikel von Wolfgang Zaunbauer, 3. August
Der Nationalratswahlkampf beginnt
Volksnähe der Politiker ist nur vor der Wahl zu sehen

Wir brauchen keine absolutistischen Herrscher, sondern die Richtung muss Stärkung der Bürgerrechte sein, damit sich unsere gewählten Politiker nicht ohne Folgen während der Legislaturperiode wie absolutistische Herrscher aufführen können und das Volk nur mehr in Ohnmacht zuschauen kann.
Nur kurz vor Wahlzeiten sucht man die Nähe zur Bevölkerung, um nachher wieder wie bisher über deren Anliegen wie absolutistische Herrscher drüberzufahren. Einzig, wenn jederzeit das Volk ein Machtwort sprechen kann, wenn unsere gewählten Politiker aus Eigen-, Partei- oder lobbyierten Interessen zulasten des Volkswohles handeln, wird sich etwas ändern.
Deshalb sollte bei der Wahlentscheidung die Stärkung der Bürgerrechte und vor allem, wer diese glaubhaft vertritt, im Mittelpunkt stehen.

Mag. Robert Cvrkal,
per E-Mail

Parteien locken die Wähler mit alten Versprechen

Jetzt werden die Fronten abgesteckt: Die SPÖ will eine "Millionärssteuer", die ÖVP will Steuersenkungen.
Nach einem Artikel in der "Wiener Zeitung" "Wie Pretty Woman beim Einkaufen" vom 5. Juni 2013 leben in Wien 19.500 Millionäre. Und es gibt 300.000 armutsgefährdete Wiener.
Alle, aber auch wirklich alle Untersuchungen belegen die ständig steigende Umverteilung von unten nach oben. Ein wirtschaftsbelebender Effekt der nach oben verlagerten Geldmengen bleibt aber aus. Hofft die ÖVP wirklich auf die Stimmen der Reichen? Und sich dann noch eine Koalitionsmöglichkeit mit der FPÖ offen zu halten, könnte auch nach hinten losgehen.
Versucht aber wer, das Großkapital zu besteuern, dann kommt sofort der Vergleich mit dem "scheuen Reh", das heißt, das Kapital flüchtet wo anders hin. Besser ist aber der Vergleich mit dem "Löwenreh" von Christian Morgenstern.

Dip.-Ing. Ewald Pangratz,
1130 Wien

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Zum Artikel von Petra Schäfer, 27. Juli

Individualverkehr in der Zukunft ohne Förderung

Die Verkehrsprobleme in den Städten ließen sich erheblich verringern, belastetete man die Nutzer des Motorisierten Individualverkehrs (MIV) mit den tatsächlichen Kosten, die sie verursachen.
Dies bedeutete, dass die Steuer- und Abgabenbelastung für den MIV auf etwa 250 bis 300 Prozent der derzeitigen Kosten steigen müsste, wodurch ein Fahrzeug für sehr viele aus Kostengründen uninteressant werden würde.

Friedrich Hochmann,
per E-Mail

Aufnahme von Anglizismen schadet dem Duden

Durch die Aufnahme von Anglizismen und Neusprechwort-Hülsen in den Duden hat sich die Redaktion von ihrer eigentlichen Aufgabe distanziert und den Absichten Konrad Dudens einen Bärendienst erwiesen.
Statt dem Benutzer Sicherheit im Sprachempfinden zu gewähren und ihm einen Leitfaden für gutes und gültiges Deutsch an die Hand zu geben, wird deregulierter Kauderwelsch dargeboten, der Entgleisungen in Zukunft als Legitimation dienen könnte, nach dem Motto "es steht ja im Duden".
Dabei ist eine deutliche Mehrheit in Deutschland gegen die Aufnahme solcher Elaborate.
Wenn auch die deutsche Sprache von heute mit der Goethes und Schillers nicht mehr deckungsgleich ist, so sollte sie wenigstens wiedererkennbar sein. Es wäre ehrlicher gewesen, der Duden hätte seine Ausgabe in Esperanto verfasst. Würde es beim gegenwärtigen Debakel bleiben, könnten Ausländer kein vernünftiges Deutsch mehr lernen.

Roland Grassl,
per E-Mail