Zum Artikel vom 8. Oktober
Sorge für Flüchtlinge wird diskutiert
Handelswirtschaftsräume in Nordafrika einrichten

In Nordafrika sollte man Freihandelswirtschaftszonen einrichten, in denen sich Unternehmen ansiedeln, die in Europa nicht mehr produzieren können, etwa wegen der hohen Lohnkosten.
Diese Wirtschaftszonen könnten dann legale Arbeitsplätze schaffen für Wirtschaftsflüchtlinge aus Afrika. Die Löhne und sozialen Standards wären natürlich unter den europäischen, jedoch über den afrikanischen.
Wirtschaftsflüchtlinge könnten dort "legal" Arbeit finden, beziehungsweise in Europa ankommende Wirtschaftsflüchtlinge sollten gleich dorthin umgeleitet werden, sodass es unattraktiv wird, andere Versuche zu unternehmen, um nach Europa zu kommen.
Diese Zonen könnten sich an den Modellen Hongkong oder Macao orientieren und so ebenso Wohlstand erwerben wie diese Gebiete. Besonders weil dort auch Produkte "in der Nähe" von Europa produziert werden könnten, die heute aus China importiert werden. Das wäre ein nachhaltiger Ansatz, an dem ganz Europa arbeiten sollte.

Wolfgang Wanz,
per E-Mail

Flucht aus bitterster Not ist keine Wirtschaftsflucht

Mit welchem Recht sollten die Löhne und soziale Standards "natürlich" unter den europäischen liegen? So würde die Diskriminierung der Afrikaner fortgesetzt. Das ist ein Denken unter dem Diktat der Globalisierung, des Geldes und nicht der Menschlichkeit und Gerechtigkeit. Es wäre gewiss gut, in Afrika selbst zu investieren, Verdienstmöglichkeiten zu schaffen, aber nicht zugunsten von europäischen, hier abgetakelten Firmen, die sich dann womöglich noch als Wohltäter feiern ließen! Sollen die Leute dann unter so schlechten Bedingungen arbeiten müssen wie in China, anstatt dass man die in China verbessert?
Es ist zynisch, mit dem Begriff "Wirtschaftsflüchtlinge" zu operieren. Das tut eben, wer nur in Geld denken kann. Die jetzt im Meer ertrunken sind, flüchteten vor einer irrsinnigen, grausamen Soldateska, Bürgerkrieg, vor Vergewaltigung, Hunger, nein Verhungern, und Not.
Ich schlage vor, dass all jene, die sich anmaßen, so selbstherrlich und von oben herab über die Flüchtlinge bestimmen, sich an Ort und Stelle selbst ein Bild machen, indem sie einige Zeit in den nämlichen Zuständen leben. Und dann reden wir weiter.

Christine Preyer,
per E-Mail

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Zum Artikel vom 8. Oktober
Strapazen für Füße auf der Mariahilfer Straße

Pflastersteine sind mühsam zu begehen bis schmerzhaft mit Stöckelschuhen! Liebe Maria Vassilakou, die flachen Latschen sind halt unchic. Was soll diese Pseudo-Begegnungs-Mahü?

Mathilde Czulius,
per E-Mail

Zum Artikel vom 9. Oktober
Bildung der Erwachsenen im OECD-Ländervergleich

Insbesondere das Ergebnis aus Südkorea (in keinem Bereich über dem OECD-Durchschnitt) ist bemerkenswert, wird uns doch genau dieses Land regelmäßig als Spitzenreiter bei Pisa angepriesen. Offensichtlich bleibt von diesen "Erfolgen" für das spätere Berufsleben nicht allzu viel übrig.

Besonders pikant ist das Beispiel aus dem Bereich "Alltagsmathematik": "Der Reaktor hatte pro Jahr eine durchschnittliche Leistung von 3572 Gigawattstunden (GWh) an elektrischer Energie erzeugt." Für einen Physiker ist dieser Satz in einer wissenschaftlichen und objektiven Überprüfung ein starkes Stück, denn er ist physikalisch schwachsinnig. Leistung wird nicht in GWh, sondern in Gigawatt (GW) gemessen. GWh entsprechen einer Energieangabe, und Leistung und Energie sind physikalisch nun einmal zwei verschiedene Dinge.

Mag. Matthias Hofer,
Mediensprecher der AHS-Gewerkschaft