Lebendige Demokratie braucht viele Parteien

Wir brauchen keinen gesellschaftlichen Einheitsbrei, keinen Ein-Parteien-Staat und keine Bevormundung der Bürger durch selbsternannte Besserwisser.
Wir brauchen eine lebendige Demokratie, wie sie der Vielschichtigkeit der Bevölkerung entspricht. Daher ist es zu begrüßen, dass auch die Parteienlandschaft bunter geworden ist, sodass viele verschiedene Ideen eingebracht und diskutiert werden können. Ohne Parteien gibt es keine Demokratie.
Fraktionslose Mandatare sind entbehrlich. Wenn solche Leute eine "Wahlplattform" gründen, die ja auch nichts anderes ist als eine Partei, ist das keine Alternative, sondern eine Zumutung.

Christine Preyer,
per E-Mail

------------------------------------------------------------------------------------------

Zum Leitartikel von Reinhard Göweil, 22. Oktober
Nationale Interessen im EU-Parlament vertreten

Wenn österreichische Fußballer siegen oder im Ausland Erfolg haben, freut sich die ganze Nation ebenso wie über Medaillen im Wintersport. Ähnliches gilt für jene internationalen Statistiken, in denen unser Land ganz vorne aufscheint, was als maßhaltender Nationalismus anzusehen ist. Warum sollen dann Politiker in Brüssel ihre von Heimat und Patriotismus getragene Einstellung an der Garderobe des europäischen Parlaments abgeben?
Nur funktionierende und erfolgreiche Nationalstaaten ergeben nach dem Subsidiaritätsprinzip in Summe eine starke und wettbewerbsfähige Europäische Union mit einem entsprechenden Synergieeffekt.

Mag. Martin Behrens,
1230 Wien

Der entbrannte Wissenskrieg um Daten

Grundsätzlich bin ich mit markigen Worten zurückhaltend, doch die neuesten Dimensionen der US-Abhörpraktiken scheinen mir damit angemessen betitelt.
Die USA schmeißen im Kampf um ihren Status als Supermacht ihre Werte über Bord. Wissen ist Macht und diese Macht wird im Zeitalter von Globalisierung und Digitalisierung immer wichtiger.
Die USA kennen in diesem Spiel keine roten Linien mehr und sind, um ihre eigene Beurteilungsskala für andere Staaten heranzuziehen, selbst nichts weniger als ein Schurkenstaat.
Dass diese Schnüffeleien und systematischen Abhöraktionen freiheitliche Werte zerstören und letztlich auch die Demokratie beschädigen, scheint als Kollateralschaden in Kauf genommen zu werden.
Ich will nicht in einer Welt voll Misstrauen leben, dafür haben unsere Vorfahren sicherlich nicht gekämpft. Die USA sind zwar nach wie vor eine Supermacht, trotzdem ist es nun an der Zeit, diesen kriminellen Machenschaften entgegenzutreten. Unsere Politiker in Europa sind gewählte Volksvertreter, diesen Job sollen sie nun endlich erledigen und unsere Privatsphäre und freiheitlichen Werte auch gegenüber angeblich befreundeten Staaten wie den USA verteidigen.

Pascal Merz,
CH-6210 Sursee