Zum Artikel von Michael Schmölzer und Wolfgang Zaunbauer, 4. Jänner
Österreichs Gedenken an den Ersten Weltkrieg

Mit großer Verwunderung lese ich den Artikel "Das große Gedenken" mit den Zitaten von Heidemarie Uhl: In Österreich zähle der Erste Weltkrieg "nicht zu den zentralen Gedächtnisorten". Und weiter: "Die Frage ist: Wie findet man im Ersten Weltkrieg etwas, das uns etwas angeht?"
Abgesehen von dem umfangreichen Werk von Manfried Rauchensteiner zu dem Thema ist auf den Beitrag von Friedrich Weissensteiner zum 150. Geburtstag von Erzherzog Franz Ferdinand in der Beilage "extra" zur "Wiener Zeitung" vom 14. Dezember 2013 ("Machthaber und Opfer") hinzuweisen, in dem eine andere Sicht der historischen Ereignisse vertreten wird.
Österreich kann sich vom Gedenken und von der aktiven Beteiligung an den Ereignissen keinesfalls drücken. Das geht uns sehr wohl etwas an!

Dr. Peter Gottschling,
per E-Mail

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Wenigstens hat das offizielle Österreich bisher noch keine "Spur nach Belgrad" gesucht, um von Österreich-Ungarns Agieren in der Vorkriegszeit abzulenken. Vielleicht ist es jetzt damit abgetan, dass die Serben-Hetze Ende der 1980er und zu Beginn der 1990er in Österreich "fröhliche Urständ" feierte und das Trauma nun verarbeitet oder gar "bewältigt" ist. Dann aber müsste man mit kühlem Kopf die Verantwortung Österreichs diskutieren, und um das zu können, müsste man zumindest Manfried Rauchensteiners Analyse kennen.

Rosmarie Atzenhofer,
per E-Mail

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Zum Artikel von Heiner Boberski in der "Jahresvorschau 2014"
Papst Franziskus krempelt die katholische Kirche um

Es gibt keine 2000 Jahre alte, eine der heutigen auch nur annähernd ähnliche Kirche. Es begann mit kleinen, voneinander völlig unabhängigen und in ihrem Selbstverständnis sehr unterschiedlichen Gemeinden. Paulus hatte, wie aus seinen Briefen hervorgeht, alle Hände voll zu tun, sie auf Linie zu bringen (1. Kor. 1/12).
Das Zitieren des Kirchenvaters Ambrosius, Sakramente seien als Hilfe für die Schwachen, nicht als Belohnung für die Starken vorgesehen, zeigt, dass Papst Franziskus seinen Gegnern seine Verankerung in der Tradition beweisen will. Anders hätte er vielleicht eher Jesus nach Lukas zu Wort kommen lassen: "Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Gerechten." (Luk. 5/31f)
Dass er nach etlichen seiner Vorgänger jetzt offensichtlich wieder vermehrt auf den Konziliarismus setzt, verrät seine Festigkeit und seinen Mut. Denn jene plagte eher ein Misstrauen gegenüber ihren "Mitbrüdern", die sie eben nicht auf gleicher Stufe neben sich dulden wollten. Wenn "Rom gesprochen hat", dann waren sie das allein, sich selbstherrlich für unfehlbar haltend.
Nun greift Franziskus auf jene Form des Konziliarismus zurück, bei der die Kirche vom Bischofskollegium geführt wird. Seine Gefährdung besteht darin, dass sich darunter auch ein "Judas" befinden könnte. Das weiß er natürlich - und kümmert sich einfach nicht darum. Alle Achtung!

Christine Preyer,
per E-Mail

Ärger über den ORF schon am ersten Tag im Jahr

Das traditionelle Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker wird fast weltweit übertragen. Umso mehr wundere ich mich über die Qualität eines Pausenfüllers wie "backstage". Was will man mit einem solchen zusammenhanglosen Geschnipsel mitteilen? Hat man keine Ideen für hochwertige Werbung für schöne Plätze oder Veranstaltungen in Österreich? Schade, wenn solche Chancen nicht genutzt werden!

Ewald Altenhofer,
3920 Etzen

Die Stadt Wien setzt die falschen Prioritäten

Ich fasse es nicht! Im AKH fehlen 178 Ärzte, Patienten mit Schmerzen warten wochenlang auf einen Untersuchungstermin - und die Stadt Wien steckt fast eine Million Euro in Umfragen über die Mariahilfer Straße? Wenn die Grünen schon irre deswegen sind, muss die Stadt Wien nicht auch noch Geld verschwenden, um die seltsamen Ideen einer Maria Vassilakou umzusetzen. Politik mit Hausverstand wäre gefragt!

Jill Sommerauer,
1010 Wien