Zum Leitartikel von Reinhard Göweil, 22. Februar
Die Ukraine im Interesse der EU und Russlands

Durch den budgetär und energiepolitisch bedingten Rückzug der USA hat Russland in seinem westwärts gerichteten Expansionsdrang wieder Oberwasser bekommen und die Ukraine repräsentiert so etwas wie einen "Stellvertreterkrieg" zwischen der EU und den Russen. Gerade Polen sollte nach den jahrzehntelangen Erfahrungen als Frontsaat des Warschauer Paktes alles tun, um nicht wieder in dieses Fahrwasser zu geraten. Trotz allem ist es für dieses Land und Europa besser, mit einer Schmalspurbahn nach Brüssel als mit Breitspur nach Moskau zu fahren.

Mag. Martin Behrens,
1230 Wien

Wer rettet die Ukraine vor dem Staatsbankrott?

Letzten Endes wird es eine große Enttäuschung in der Ukraine geben, weil der Staatsbankrott dieses Landes bereits seit einiger Zeit nur von Russland verhindert wird und Europa weder willens noch in der Lage ist, auch noch diesem Land unter die Arme zu greifen, ohne dafür selbst von den Ratingagenturen abgestraft zu werden.

Mag. Robert Cvrkal,
per E-Mail

Umstrittener Olympiasieg im Eiskunstlauf

Die zweifelhafte olympische Entscheidung im Eiskunstlauf der Damen hat dazu geführt, dass viele die Aufhebung der Anonymität der Preisrichter fordern. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass sich dadurch etwas an einer tendenziösen Punktevergabe ändern könnte, waren doch Fehlwertungen in diesem Sport auch zu einer Zeit möglich, als sich kein Preisrichter verstecken konnte.
Gut kann ich mich an ein Bonmot meiner Mutter, der ORF-Kommentatorin Dr. Eva Pawlik (Olympiazweite 1948), zur Einführung der Computeranzeige der Bewertungen zu Beginn der 1970er Jahre erinnern: "Man sollte zu den alten Bauchläden zurückkehren, aus denen die Noten gezogen wurden. Die haben mehr Atmosphäre, und man kann sich viel besser über jeden einzelnen Preisrichter ärgern."

Dr. Roman Seeliger,
1030 Wien

Spindelegger will Gläubiger der Hypo mitzahlen lassen

Bravo Herr Finanzminister! Ein Schritt in die richtige Richtung. Man kann nicht von der Bevölkerung erwarten, dass sie sich mit allen Entscheidungen und Belastungen uneingeschränkt solidarisch verhält und sich auspressen lässt wie eine Zitrusfrucht. An diesem Debakel soll niemand gewinnen. Alle sollen ihren Teil dazu beitragen, damit wir aus dieser misslichen Lage halbwegs ungeschoren kommen. Auch Kärnten soll dazu seinen Beitrag leisten.
Es gab Zeiten unter Jörg Haider, da wurde der Kauf eines Kärntner Trachtenanzugs von der Landesregierung subventioniert, den können sie ja nötigenfalls verkaufen. Jetzt können sie ihren jahrelang von Haider gepflegten Nationalismus unter Beweis stellen und sich mit dem Rest von Österreich solidarisch erklären, denn verursacht haben sie diese Finanzkatastrophe schließlich auch. Sich einfach aus der Verantwortung stehlen geht nicht.

Thomas Richter,
per E-Mail