Bedürfnisse der Mütter am Weltfrauentag ansprechen

Der Weltfrauentag naht, und vielleicht gelingt es heuer, auf die Bedürfnisse der Mütter aufmerksam zu machen. Mütter arbeiten immer "Vollzeit". Und es müsste doch möglich sein, das auch anzuerkennen und entsprechend abzugelten. Und zwar mit einem Familienlohn beziehungsweise Erziehungsgeld für qualifizierte Familienarbeit, kombiniert mit flexibler und qualifizierter Teilzeitarbeit in einem Beruf, der der Ausbildung der jungen Mütter entspricht.

Maria Fellner,
8472 Vogau

Zum Artikel von Ina Weber, 5. März
Voraussehbare Probleme, aber keine Lösungen parat

Laut Auskunft des Projektbetreibers stehen derzeit in der Intercont-Garage 250 Parkplätze zur Verfügung, laut Schreiben der Bezirksvorstehung sind insgesamt 300 Garagenplätze (das sind um fünf mehr als bisher) geplant.

Geplant sind auch die Verlegung des Eingangs zum Wiener Eislaufverein auf den Heumarkt und die Abschaffung des Parkstreifens vor dem Akademischen Gymnasium, sagt uns die Bezirksverwaltung. Wir können uns denken, wo die Parkplatzsuchenden kulminieren werden.
Offenbar sind projektbegleitende infrastrukturelle Überlegungen eine Sache der Nachsorge, wenn es kritisch geworden ist, und nicht der Voraussicht, um Probleme zu verhindern.

Gabriela Walsch,
per E-Mail

Die Ideale und Ziele der EU in einer Grundrechte-Charta

Eine Kultur ist so lange von Leben erfüllt, als sie von einer Idee getragen wird. Sobald diese sich erfüllt hat, beginnt die Verwirrung der inneren Widersprüche und nicht eingestandenen Unsicherheiten, bis die sich wechselseitig verstärkenden Risiken unberechenbar ein neues System kippen. Europa, "der Westen", die Welt durchlebt solch einen Umbruch. Krieg gegen den Terror, Bankenkrise, Flüchtlingsströme, Mangel an Orientierung, Populismus, soziale Verwerfungen - Sumpfblüten entfesselter Marktkräfte und ins Leere laufender politischer Rituale.
Und jetzt die Opfer vor Spaniens Küste im Namen der Sicherheit. Die Vision Europa hat ihre Unschuld verloren. Wie weiter? Wie mit dieser Schuld leben?
Der erste Schritt muss sein, sich diese einzugestehen. Der zweite liegt in der Erkenntnis, dass die Zeit des Lavierens und Improvisierens vorbei ist. Die Staatenlenker Europas haben Entscheidungen zu treffen: Bekennt man sich nach innen und außen zu den Werten der Grundrechte-Charta? Wie demokratisch wird die EU sein? Wie gestaltet man Globalisierung nachhaltig - ökologisch, ökonomisch, sozial, kulturell? Wie bindet man Freiheit und Gewissen, Kapital und Fortschritt sinn- und nutzstiftend aneinander? Ist man willens, die Ursachen von Unsicherheit in den anderen Kultur- und Wirtschaftsräumen konstruktiv an der Wurzel anzugehen? Und ist man bereit für eine multipolare Weltordnung, die letztlich wieder bei jedem Einzelnen beginnt, weil sie in seiner Würde begründet liegt?
Die Wahlen zum Europäischen Parlament am 25. Mai gehen weit über kurzatmige Parteiängste und das hohle Pathos einer Denkzettelwahl hinaus. Sie sind eine Richtungsentscheidung und als solche so ernst zu nehmen wie die Bürger, die mit dem Ernst und Gewicht ihrer Stimme ihr Leben in die Waagschale legen und Vertrauen delegieren.

Dr. Karl Pangerl,
per E-Mail