Karlheinz Essl will seine Kunstsammlung verkaufen

Es kann nicht sein, dass wieder der Steuerzahler für eine Sanierung aufkommt. Herr Essl beziehungsweise der Insolvenzverantwortliche hat die Werke an den Meistbietenden zu veräußern. Wenn die Republik zum "Buchwert" kauft, wird einerseits das Budget belastet (was wir uns schon längst nicht leisten können) und letztlich wird, falls Baumax doch nicht zu sanieren ist, der Republik die Schuld gegeben, zu billig gekauft zu haben.
Warum macht sich unsere Regierung um den einzelnen Greißler keine Sorgen, aber um Hypo und Baumax schon?

Wolfgang Oesterreicher,
per E-Mail

Zum Gastkommentar von Matthias Strolz, 25. März
Müssen öffentlich Bedienstete für das Hypo-Debakel büßen?

Matthias Strolz, Klubobmann der Neos, hat eine Forderung des Generalsekretärs der Industriellenvereinigung wiederholt, wonach in Kärnten aufgrund des Desasters bei der Hypo-International auch bei der "aufgeblähten" Verwaltung gespart werden soll. Und dabei wird ein Ländervergleich herangezogen, der diese Forderung sogar unterstützt.
Da werden Zahlen kolportiert, die hinten und vorne nicht stimmen. So gibt das Land Salzburg nur 2394 Landesbedienstete an, während es in Wirklichkeit im Vergleich rund 4000 sind. Gleiche massive Minderangaben haben alle anderen Bundesländer, während Kärnten mit Stand 2012 ehrlich war.
Was aber trotz aller statistischer Zahlen im Raum steht, ist die Chuzpe, mit der jene Menschen doppelt gestraft werden sollen, die im öffentlichen Dienst in Kärnten stehen. Nicht jene Wirtschaftsmanager, die die weltweite Krise ausgelöst haben, nicht jene Bankmanager, die durch ihre Gier und Skrupellosigkeit viele Menschen an den Rand des sozialen Abgrunds gebracht haben, die ungeniert in den öffentlichen Steuertopf gegriffen haben und noch greifen - nein, bei den öffentlich Bediensteten muss man sparen.

Gernot Nischelwitzer,
"FSG-Liste Nischelwitzer"

Zum Artikel von Paul Vécsei, 25. März
Hannes Haas, ein geschätzter und verehrter Lehrer

Als ich zufällig auf die Todesnachricht von Hannes Haas gestoßen bin, war ich zuallererst schockiert und dann einfach nur noch tief betroffen. Ich habe diesen Menschen als unglaubliche Bereicherung des sonst oft so tristen Uni-Alltags kennen- und schätzen gelernt. Er vermochte es, uns die bei weitem nicht immer prickelnde Materie mit seinem ganz speziellen Humor (Gott, was habe ich gelacht!) und erstaunlich viel Sachverstand näherzubringen und das Studium tatsächlich zum Vergnügen zu machen. Eine heute fürwahr seltene Gabe!
Ich habe mittlerweile eine ganze Reihe von medialen Berichten, auch vereinzelte Nachrufe über Hannes Haas gelesen und habe mich bei diesem, trotz der Traurigkeit des Anlasses, am wohlsten gefühlt, da er der bisher einfühlsamste und schönste, vor allem aber der "uneitelste" ist, was Hannes Haas sicher gefallen hätte...

Elisabeth Amann,
per E-Mail