Zum Artikel von Brigitte Suchan, 4. April 2014
Hotelklassifizierung in der Luxushotellerie

Im oben genannten Bericht zur Luxushotellerie in Wien wird die Österreichische Hotelklassifizierung als national und unflexibel zitiert. Das ist unrichtig. Vielmehr gibt es seit 2009 - auf Initiative des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) - eine europäische Partnerschaft, mit dem Ziel der europaweiten Harmonisierung der Hotelsterne. Die Hotelstars Union (HSU), der mittlerweile 15 Länder angehören, bietet eine abgestimmte Hotelklassifizierung mit gemeinsamen Kriterien und Richtlinien in den teilnehmenden Ländern.
Der HSU-Kriterienkatalog basiert auf dem Ergebnis internationaler Markttrends und wird alle fünf Jahre den Gästewünschen angepasst. Wissenschaftlich begleitet wird dieser Revisionsprozess aktuell von der Hotelfachschule Lausanne (EHL) und der Universität St. Gallen. Die Ergebnisse der internationalen Befragung werden in den Katalog für 2015 eingebaut. Weitere Säulen der Sternevergabe sind Mystery Guest-Checks, die Auswertung anderer Qualitätszeichen, wie etwa Ecolabels und natürlich auch die Gästebewertungen in anerkannten Internetplattformen. Wieso also im oben genannten Bericht die Hotelklassifizierung auf eine "Beurteilung durch die Kammer" reduziert wird, können wir in keiner Weise nachvollziehen.

Mag. Matthias Koch,
Geschäftsführer
Fachverband Hotellerie

Anmerkung der Redaktion:

Eine internationale Hotelkategorisierung ist zwar wünschenswert, aber bis jetzt noch nicht Realität. Deshalb passiert die Klassifizierung von Hotelstandards nicht nur in Österreich derzeit noch auf nationaler Ebene. Die Einteilung in Kategorien nimmt hierzulande die Wirtschaftskammer vor, sie ist aber nicht zwingend. Manche Hotelbetriebe verzichten darauf, weil sie andere Kriterien für wichtiger halten und flexibel auf die Ansprüche der Gäste reagieren wollen.

Brigitte Suchan

Arbeitslosigkeit ist eines der Hauptprobleme unserer Zeit

Fast jeder Mensch braucht tägliche Arbeit, einen festen Arbeitsplatz, selbst verdientes Geld, um Gesundheit zu empfinden. Der "Broterwerb" bietet die Grundlage, seine eigene Existenz abzusichern. Oft ist sie Hauptbedingung zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, meist sogar Basis, überhaupt diszipliniert und schöpferisch arbeiten zu können. Vollbeschäftigung bietet eine Grundbedingung dafür.
Durch höhere Arbeitsproduktivität, größere Wertschöpfung können auch größere Gewinne erzielt werden. Dennoch bleiben die Gewährleistung lebenslanger Arbeit, Existenz absichernde Löhne Hauptanforderungen zur Lösung der sozialen, gesellschaftlichen Probleme der Gegenwart.
Aber auch in Entwicklungsländern, weil sie ja Zugang zu Fernsehern, Computern haben und sehen, wie die Menschen in den hochentwickelten Industrieländen leben. Verständlich, dass diese meist armen, unterdrückten, oft arbeitslosen Menschen endlich ebenfalls so leben wollen. Der Arabische Frühling, die Invasion der Bootsflüchtlinge, Demonstrationen und Streiks zeigen durchaus dieses Verlangen auf.

Peter Fuchs,
4063 Hörsching

Zum Artikel von Reinhard Göweil, 5. April
Schutz der europäischen Bevölkerung vor TTIP

"Die europäischen Standards sind unbegründet hoch." Das Zitat stammt von Stuart E. Eizenstat, dem ehemaligen US-Botschafter für die EU im Rahmen der Verhandlungen zum Transatlantischen Freihandelsabkommen. Die Botschaft dieses Zitats ist eindeutig: Runter mit den hohen Umwelt- und Sozialstandards! Das heißt für uns, die Sache ist ernst!
Die Konzerne arbeiten schon daran, unsere Zukunft nach ihren Vorstellungen zu formen. Ein Teil der Taktik ist, die Verhandlungen über eine Freihandelszone zwischen den USA und Europa so geheim und so kompliziert wie möglich zu gestalten.
Die Bürger der EU sollen nicht mitbekommen, was da eigentlich verhandelt wird.

Mag. Robert Cvrkal,
per E-Mail