Kürzungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit

Schule für Straßenkinder in Äthiopien - unterstützt durch Spenden aus Österreich. - © Foto: Dreikönigsaktion
Schule für Straßenkinder in Äthiopien - unterstützt durch Spenden aus Österreich. - © Foto: Dreikönigsaktion

Die entwicklungspolitische Strategie des Außenministers Sebastian Kurz und seines männlich dominierten Beraterstabs muss neu geschrieben werden. Armutsvermeidung, Kampf dem Hunger, Verhinderung von Krankheiten, Kampf der Gewalt und Diskriminierung - mit den Kürzungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit ist die Strategie nicht mehr aufrechtzuerhalten. Ist Österreich als eines der reichsten Länder mit dem geringsten Ansatz Entwicklungspolitik tatsächlich ernst zu nehmen?
Staatsmännisch, diplomatisch aufzutreten und charmant auf dem internationalen Parkett der Staats- und Regierungschefs zu gleiten ist das eine, die Wichtigkeit der Entwicklungspolitik, die finanzielle Mittel benötigt, zu vergessen, ist dabei aber der gefährliche, unbedachte Part des Außenministers. Weltpolitik bedeutet nicht nur Dialog, sie bedeutet auch Umsetzung im Rahmen der tatsächlichen Möglichkeiten. Diese Verantwortung hat ein Außen- und Entwicklungsminister zu übernehmen!
Die Kürzungen von über 16 Millionen Euro in diesem Bereich haben weder politische noch strategische Gründe. In keinem anderen europäischen Land ist die staatliche Entwicklungszusammenarbeit so gering dotiert, während die positive Zustimmung der Gesellschaft und die Spendenfreudigkeit für die Ärmsten der Armen so groß ist. Diese Diskrepanz macht Österreich zu einem der Schlusslichter der internationalen Solidarität.
Entwicklungspolitik kann nicht ausschließlich von Spenden und von unternehmerischen Initiativen leben, sie braucht in erster Linie verlässliche und ausreichende Subventionierung!

Tanja Windbüchler,
Außen- und entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen,
per E-Mail

Zum Artikel von Petra Tempfer, 3. Mai
Welche Gefahr droht durch intelligente Maschinen?

Wir können Computern Wissen eingeben und sie so programmieren, dass sie rechnen, Verschiedenes entwickeln können. Aber sind deshalb schon intelligent? Dazu fehlt es ihnen doch an Kreativität, der Fähigkeit, ganz Neues zu entwickeln. Der entscheidende Unterschied zum Menschen ist aber, dass sie keine Seele haben, was zugleich die Problematik nach Organtransplantationen ausschließt. Von alters her gelten "Herz und Niere" als Sitz der Seele, weil sie somatisch auf psychische Einflüsse reagieren. Da keimen dann Fragen auf, wie: "Bin ich eigentlich noch ganz ich selbst oder teilweise jemand anderer?" Daher die strikte Anonymisierung der Spender und deren Todesursache. Bei technischen Implantaten gibt es diese Problematik nicht.
Maschinen-Menschen, Roboter gleichen in der Konzeption Computern. Sie können uns Arbeiten abnehmen, dass sie aber Menschen nie ersetzen können, liegt daran, dass sie kein Gefühl haben, keinerlei Emotion. Sie sind Ergebnis unserer Intelligenz; es ist nicht ihre. Nicht einmal zu Intelligenzbestien taugen sie. Sie sind als Du vollkommen ungeeignet. Sie werden benützt, sollen uns auf die Sprünge helfen und leistungsfähiger machen: technisches statt chemisches Doping, gleicherweise geeignet, die Träger zu ruinieren.
Angst haben sie übrigens auch keine. Und unsere, von ihnen verdrängt zu werden, erübrigt sich.

Christine Preyer,
per E-Mail