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Katharina Schmidt, 10. Juni

Im Schulwesen sollte
Vielfalt möglich sein

Die umfangreiche Darlegung berücksichtigt nicht die Bildung persönlicher Qualitäten, sondern offensichtlich nur die Ausbildung möglichst unmittelbar nutzbringender Qualifikationen.

Unter einem gerechteren Schulwesen wird ein solches verstanden und gefordert, das Chancengleichheit als möglichst gleiche Lernergebnisse und Lebenszuschnitte durch staatlichen Zu- und Durchgriff mittels maximaler Durchmischung in Gesamtschulen und der Entkoppelung von familiären Einflüssen in verschränkten Ganztagsschulen gewährleisten soll. Die Vorstellungen gehen davon aus, dass gleiche Lernergebnisse durch Ausschaltung der unterschiedlichen Faktoren - einschließlich der genetischen - also durch Gleichschaltungen erzielt werden können und sollen.

Für das Leben lernen - darum geht es in der Schule. - © dpa/Frank Rumpenhorst
Für das Leben lernen - darum geht es in der Schule. - © dpa/Frank Rumpenhorst

Gerechtigkeit ist Gleichheit, ist Durchschnitt. Erreichbar mittels Verstaatlichung und Verschulung sowie starker Vertheoretisierung.

Die Absichten wenden sich gegen Vielfalt und Individualität der Lernenden, der Lernprozesse und der Lebensführungen. Im Zuge der einlinigen schulmäßigen Wertung kommt es zwangsläufig zur Abwertung der anders als schulisch erzielten Lernergebnisse - etwa des ausübenden Erfahrungslernens - und "geringerer" Erfolge. Das schlägt durch auf andere Lebens- und Schaffenspositionen, etwa diejenigen der Fachkräfte.

Ein Außerachtlassen derer, die mit dem Durchschnitt nicht mitkommen, oder sie schier wegzuleugnen, dass es solche gibt, greift notgedrungen völlig daneben. Nicht minder übel wirkt sich jedwedes Weglassen besonderer Förderungen Hochtalentierter und Hochmotivierter aus.

So ist das doch allzu viel, das in die Irre leitet.

Reg.-Rat Prof. Reinhard Horner,

1100 Wien

Niko Alm ist nicht mehr Religionssprecher der Neos

Eine neue Partei muss sich bemerkbar machen im Mediendschungel. Das ist den Neos gelungen, allerdings im "jugendlichen" Übermut auch mit Fehlbesetzungen.

Dass Liberale "Privatisierung um jeden Preis" durchführen wollen, ist Propaganda der politischen Gegner. Es geht um die Abwehr von Monopolen, ob von privaten oder staatlichen/öffentlichen - das heißt um Bewegungsfreiheit des Individuums, geistige und wirtschaftliche.