FPÖ will in Österreich Vignette wie in Deutschland

Verstehe ich was falsch? Auch jetzt schon müssen Ausländer eine Vignette kaufen. Was soll daran neu sein, wenn man jetzt eine "Vignette wie in Deutschland" einführt. Ah, ja - vielleicht neues Design, neue Ausschreibung, neue Provisionen.

Mark Gold,
per E-Mail

Neue Maßnahme zur Aufstockung des Budgets

Ich finde es irgendwie lustig, dass die Bürger (vor allem in Österreich) vergessen haben, dass einst die Mineralölsteuer zweckgebunden für das Straßennetz eingehoben wurde. Dann haben die Politiker beschlossen, weil sie nicht wirtschaften können, diese Steuer ins allgemeine Budget fließen zu lassen, aber weil das Geld auf Dauer noch immer nicht gereicht hat, wurde die Maut eingeführt. Ich prophezeie den Deutschen, dass auch diese "Infrastrukturabgabe" über kurz oder lang im allgemeinen Budget untergehen wird.

Mag. Manuel Leitgeb,
per E-Mail

Zum Artikel von Edwin Baumgartner, 3. Juli
Würdigung von Giacomo Meyerbeer

Als Ehrenpräsident des Richard Wagnerverbandes Wien möchte ich mich im eigenen Namen wie dem des Vereins sehr herzlich für Ihren ebenso notwendigen wie schönen Artikel bedanken.
Wenn Sie eingangs vermerkten, dass der Geburtstag unbeachtet verstrichen ist in Wien, so meinen Sie offenbar die Musiktheater, wobei die Volksoper wohl wegen der Anforderungen der Werke ausscheidet. Immerhin hätte Ioan Hollender die Chance gehabt, Wien zum Meyerbeerzentrum zu machen, denn das musikwissenschaftliche Institut der Uni Bayreuth betreut die textkritischen Ausgaben und hätte sie jeweils nach Fertigstellung gern in Wien vorgestellt. Der Erstversuch mit dem "Prophet" ging aber dermaßen in die Hose, dass es dabei blieb. Man kann wohl nicht ein unbekanntes Werk für den heutigen Neuhörer so entstellt bringen, und dazu einen Tenor, für den die Tessitura zu hoch und daher die Partie eingerichtet werden muss. Schade.
Im RWV Wien, der sich musikwissenschaftlich orientiert sieht, ist Giacomo Meyerbeer nicht unbeachtet vorbeigegangen. Nicht wegen der biografischen Nähe zu Wagner und seinem musikalisch hohen Einfluss auf sein Werk, sondern wegen seiner eminenten Bedeutung für die Musikdramenentwicklung gab es mehrere Vorträge zu seinem Werk, wir fuhren zur Erstaufführung der textkritischen Fassung der "Hugenotten" nach Strasbourg und im letzten Herbst zur Eröffnung der Staggione ins Fenice, wo man die "Afrikanerin" eben wegen der Jubiläen spielte.

Prof. Dr. Heinrich Tettinek,
Ehrenpräsident und musikwissenschaftlicher Referent RWV Wien