Zum Leserbrief von Peter Kampits, 6. September
Gesundheitsgefährdung bei Passivrauchen

Prof. Kampits irrt leider, wenn er Leberkäseduft und Handylärm mit nikotingeschwängerten Rauchschwaden vergleicht. Philosophisch betrachtet mag er schon recht haben, dass alle drei meine Wahrnehmungsgrenzen überschreiten. Aber er weiß doch, dass die Duftwolke einer Leberkäsesemmel mir keinen Lungenkrebs und das Handygeschnatter einer Mitreisenden keinen Tumor im Gehirn oder im Ohr beschert, sehr im Gegensatz zur Gesundheitsgefährdung passiv Mitrauchender.

Dr. Günter Frühwirth,
1130 Wien

Zum Offenen Brief von R. Pfaller und A. Ötzlinger, 4. September
Öffentlicher Raum ohne Belastung durch Rauch

Für mich ist der Zigarettenrauch so gut wie immer eine extreme Belastung und deshalb bin ich froh über jeden öffentlichen Raum, wo nicht geraucht wird. Dr. Pfaller behauptet, es gäbe Regelungen und Schutzmöglichkeiten. Welche das in Österreich sind, weiß ich nicht. Aber ich habe manche Veranstaltungen (zu meinem Bedauern) schon oft eher verlassen oder bin gleich zu Hause geblieben, weil der Rauch so nervt. Manchmal möchte ich am liebsten ganz schreckliche Stinkbomben zünden, nur damit die Raucher mal für ein paar Minuten nachvollziehen können, wie schlimm das ist.

Patrick Teichert,
per E-Mail

Einrichtung von Raucherbereichen

Für mich ist völlig klar: Wo gegessen wird, hat nicht geraucht zu werden. Und ich gehe in kein Lokal, wo geraucht wird. Im Übrigen mag jeder selber entscheiden, wo er reingeht. Mir ist die Gesundheit meiner Augen wichtiger, also bleibe ich rauchigen Örtlichkeiten grundsätzlich fern. Davon abgesehen musste ich bei zwei Angehörigen den Lungenkrebs mitansehen, das reicht.

Johannes Kaiblinger,
per E-Mail

Totales Rauchverbot in Gebäuden und im Freien

Als militanter Nichtraucher bin ich gegen ein "totales" Rauchverbot für Gaststätten, und zwar deswegen, weil es gar keines ist. Denn im Freien gilt es nicht: In Schanigärten und Heurigengärten dürfte nach wie vor geraucht werden, und gerade dort ist die Belästigung durch Zigarettenrauch am stärksten, weil der Rauch zu den Tischnachbarn hinübergeweht wird. Wer sich einer Rauchbelästigung entziehen will, muss ins rauchfreie Innere ausweichen. Bei einer solchen Pseudolösung besetzen die Raucher wieder einmal die schönsten Plätze und die Nichtraucher haben das Nachsehen. Das ist ungerecht!
Anzustreben ist daher ein grundsätzlich totales Rauchverbot überall dort, wo Menschen sich nahe beieinander aufhalten (in Gebäuden wie im Freien). Dabei habe ich keine Einwände, dass es eigene Raucherzimmer mit entsprechender Ablufteinrichtung gibt.

Dipl.-Ing. Walter Kühner,
per E-Mail