Ministerin Heinisch-Hosek schafft die Schulglocke ab

Zu kurze Schulpausen bringen weder Schülern noch Lehrern Erholung. - © Foto: dpa/Julian Stratenschulte
Zu kurze Schulpausen bringen weder Schülern noch Lehrern Erholung. - © Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Nicht die Schulglocke ist das Problem, sondern ihr Läuten am Ende viel zu kurzer Pausen. Österreichs Schulen leisten sich immer noch fünfminütige Mikropausen, die weder Regeneration noch Vertiefen des Gelernten ermöglichen, die auch kein taugliches Mittel zum zeitlichen Strukturieren des Schultages sind. Es ist für die Lehrer nicht möglich, in fünf Minuten Schülerfragen zu beantworten, stoffzuwechseln, im Konferenzzimmer Unterrichtsbehelfe abzuholen und den langen Marsch in die nächste Klasse zu tätigen. Mikropausen machen Stress, verhindern Gelassenheit, stehlen Unterrichtszeit und bringen ein schlechtes Lehrerimage, denn deren Unpünktlichkeit ist Gegenstand von Beschwerden und stärkt Vorurteile.
Anstatt das Abschaffen der Schulglocke zu verkünden, sollte die Bildungspolitik zuerst die Mikropausen entsorgen.
Daher - weniger Stress durch längere Pausen! Diese schaffen Raum für Flexibilität, Lehrer und Schüler werden die Schule zwar etwas später, doch weniger genervt, zufriedener und mit besser im Kopf abgespeichertem Wissen verlassen!

Prof. Ernst Smole,
1080 Wien

Zum Gastkommentar von Christian Ortner, 13. September
Drogen sind für Konsumenten und Gesellschaft problematisch

Drogen sind immer problematisch, erstens für die Konsumenten selbst, weil sie abhängig und krank machen, und zweitens für die Gesellschaft, die darunter zu leiden hat. Das gilt für Suchtmittel ebenso wie für Alkohol und Nikotin. Für Letztere gibt es aber gesetzliche Bestimmungen. Alkohol am Steuer, am Arbeitsplatz, der Verkauf an Jugendliche ist verboten. Alkoholisierte Autofahrer gefährden nicht nur sich, sondern auch alle anderen. Rauchen anderer belästigt nicht nur, sondern gefährdet durch das Mitrauchen die Gesundheit. Und jetzt wollen Sie Suchtmittel freigeben? Drogenkonsumenten sind im Straßenverkehr um nichts weniger gefährlich als Alkoholisierte. Dazu kommt, dass dies nicht wie nach Alkoholkonsum an Ort und Stelle nachzuweisen ist, sondern ähnlich schwierig wie Doping. Wollen Sie das auch freigeben?

Christine Preyer,
per E-Mail

Zum Gastkommentar von Kathrin Bachleitner, 12. September
Krieg im "Heiligen Land" ist Schicksal der Palästinenser

Danke für diesen Beitrag der Realitäten ausspricht, die hierzulande in den Medien nur selten erwähnt werden. Ja, der Westen muss endlich aufwachen und Israel und Palästina brauchen Friede, aber es ist nicht nur Heiligkeit, die im Weg steht, sondern ganz konkrete Interessen und Lobbys, die den westlichen Blick auf Heiligkeit, Hamas und Terror lenken, obwohl die wahren Ursachen des Konflikts Landraub und die tagtägliche Peinigung und Demütigung eines Volkes sind.

Peter Unterweger,
per E-Mail