Einsatzwahrscheinlichste Aufgaben des Bundesheeres

Der Begriff - militärisch einsatzwahrscheinlichste Aufgaben - ist ein typisch politischer schwammiger Begriff, der als Grundlage für eine Heeresreform nichts taugt. Neue militärische Herausforderungen sind umfassend und werden international als "Hybrid Threats" bezeichnet. Durch die Analyse dieser hybriden Bedrohungen und der gemachten Einsatzerfahrungen können letztlich Organisation und Strukturen eines Heers entsprechend angepasst werden. Mit Blick auf die anhaltenden und unvorhersehbaren strategischen Unwägbarkeiten muss das Bundesheer auch künftig über ein breites und flexibles militärisches Fähigkeitsspektrum verfügen. Landesverteidigung muss flexibler sein als noch vor 20 Jahren. Es wäre ein fataler Fehler, sich nur auf Auslandseinsätze und Katastrophenhilfe zu fokussieren.
Die Landesverteidigung hat sich auch auf jene möglichen Szenarien zu konzentrieren, die für die Bevölkerung und den Staat existenzgefährdend sind oder ein großes Schadenspotenzial besitzen. Man muss bei der Bedrohungsanalyse neben der Eintrittswahrscheinlichkeit auch die mögliche materielle Schadenshöhe und die denkbaren Opfer berücksichtigen.

Kurt Gärtner,
4600 Wels

Kennzeichnung von Lebensmitteln in der EU

Dass die Herkunft von landwirtschaftlichen Produkten ab kommenden April verpflichtend angegeben werden muss, ist zu begrüßen. Damit dürfte kein lebend gerupftes Geflügel mehr auf den Tisch kommen. Bei Verstößen kann der Verbraucher leichter als bisher auf das Eingreifen der Veterinärämter hoffen.

Anton Padua,
5351 Aigen

Zum Artikel von Frank Nordhausen, 15. Oktober
Nato-Bündnispartner beim Kampf gegen IS uneins

Während die türkische Armee Luftschläge auf PKK-Stützpunkte in der türkischen Grenzregion durchführt und damit die Kurden schwächt, fliegen die USA Einsätze gegen den IS.
Anhand dieses Sachverhaltes erkennt man die Einigkeit der Nato und auch, dass die Türkei, die USA und Europa unterschiedliche, entgegengesetzte Interessen verfolgen und mit Werten wie Menschenrechten oder Völkerrecht nicht zu tun haben.
Einerseits es ist nur eine Frage der Zeit, bis die PKK wieder Terroranschläge in der Türkei verübt, und andererseits wird die Gefahr für die Nato immer größer, dass die Türkei diese in einen Dritten Weltkrieg hineinzieht.

Mag. Robert Cvrkal,
per E-Mail