Überlebenskampf der Kurden in Kobane

Kritiker fordern den Einsatz von Bodentruppen in Kobane, aber die westliche Welt ist hierzu nicht bereit. Bis Bodentruppen eingesetzt werden, ist der Erfolg der Luftangriffe nur mäßig. Verstärkt werden die syrischen Kurden jetzt durch 150 Peschmerga-Kämpfer, die auch mit schweren Waffen ausgerüstet sind. Ob diese Hilfe ausreicht, um Kobane gegen die IS-Milizen verteidigen zu können, wird sich zeigen.
Kampfflugzeuge, die in großer Höhe und mit hoher Geschwindigkeit fliegen, sind sehr erfolgreich im Bekämpfen ortsfester Ziele. Um mit Kampfjets mobile Ziele vernichten zu können, braucht man Fliegerleitoffiziere vor Ort, welche die Angriffe der Flugzeuge leiten. Wirkungsvoller als Kampfflugzeuge wäre der Einsatz von Kampfhubschraubern, mit dem Risiko, in die Reichweite von Fliegerabwehrkanonen und Flugabwehrraketen zu gelangen. Hierzu müssten beim Gefecht um Kobane die Kampfhubschrauber aus der Türkei starten dürfen. Die Stadt einnehmen und halten können aber nur Bodentruppen.

Oberst i.R. Kurt Gärtner,
4600 Wels

Zum Leitartikel von Reinhard Göweil, 30. Oktober
Wohlstand des Staates höher als Wohlstand der Bürger

Es nützt dem Einzelnen herzlich wenig, wenn er immer wieder mit der Darstellung konfrontiert wird, wie reich dieses Land angeblich ist. Nicht Zahlen oder Interpretationen, sondern das Faktische ist ausschlaggebend, denn die ökonomische Befindlichkeit ist daran zu messen, welche Gegenleistungen die Masse für ihr Einkommen nicht statistisch, sondern tatsächlich erhält.
Wohlstand ist nicht eine Frage des Durchschnitts, sondern der Verteilung(sgerechtigkeit). Die Problematik ist nicht eindimensional, und aus dem Zusammenwirken von stagnierenden bis sinkenden Einkommen und steigenden Abgaben resultiert ein ungesundes Wohlstandsbiotop.

Mag. Martin Behrens,
1230 Wien

Zum Artikel von Karl Leban, 30. Oktober
Fehlende Entscheidungen vergrößern den Hypo-Schaden

Die Hypo-Alpe-Adria ist Geschichte (Banklizenz ist erloschen) und die Politiker haben die schlechteste Lösung für die Steuerzahler gewählt. Ein Konkurs wäre laut Experten billiger gewesen, wobei der Schaden durch die Mutlosigkeit der Politik immer größer geworden ist. Was wir jetzt bei der Hypo sehen, wird sich auch bei den Rettungsfonds wiederholen, weil die Politik nicht den Mut hat, überfällige wirtschaftlich notwendige Entscheidungen zu treffen und den Kehraus verweigert.

Mag. Robert Cvrkal,
per E-Mail