Gewalttaten gegen Meinungsfreiheit

Der Beruf der Journalisten wird immer gefährlicher. Und doch geht es nicht nur darum, sich durch diese Taten einschüchtern und den Mund verbieten zu lassen. Das ist genau das, was sie wollen. Sie, das sind Terroristen, Fanatiker, Regime, Geheimdienste - all diejenigen, denen die Wahrheit wehtut, oder der Humor.
Mögen die Zahlen der von Repressalien, Einschüchterungen und Tod bedrohten Reporter noch so tragisch sein, so geht es doch um die Individuen hinter der Statistik. Und die haben alle etwas gemeinsam: Die Aufdecker, Freiheitskämpfer und Verfechter der freien Meinungsäußerung haben ihr Leben gelassen, weil sie für ihre Werte eingestanden sind.
Seine Meinung zu äußern, muss sicherer werden. Toleranz ist zum Fremdwort geworden und das ist fatal. Wenn uns die Opfer der Karikaturisten von "Charlie Hebdo" eines gezeigt haben, dann das: Wogegen wir gemeinsam, Hand in Hand, einstehen sollten, ist der Kampf gegen den Hass.

Julia Rainer,
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Zum Leitartikel von Reinhard Göweil, 8. Jänner
Andauernder Kampf um Werte braucht Zivilcourage

Herzlichen Dank für Ihre deutlichen Worte, die gezeigt haben, dass eine gute Portion Zivilcourage doch in unserem Land ist, die in anderen Bereichen öffentlichen Lebens schmerzlichst vermisst wird. Es ist für mich eine Gelegenheit, den wahren Kern der Journalisten kennenzulernen; das ist eine Ehre für das Land. Unsere Vorfahren kämpften mit Blut, Schweiß und Tränen für die Freiheiten, die wir heute für selbstverständlich halten, und es zeigt sich, dass Wertvolles immer diesen Preis hat; mit Feigheit geht kaum was weiter.
Bleibt nur an die Zensur zu erinnern, unter der der Film "The Interview" bei uns leidet.

Christine Delnicki,
per E-Mail

Zum Gastkommentar von Dudu Kücükgöl, 10. Jänner
Muslimische Gläubige retten Menschenleben

Ich selbst verdanke einem Moslem mein Leben. Straßenräuber hatten mich überfallen und schwer verletzt, der Mann rettete mir das Leben, und als ich nach einer Notoperation aus der Narkose erwachte, saß er an meinem Bett. Auf meine Frage, warum er mich gerettet hatte, sagte er nur: "Allah liebt alle Menschen!" Und viele andere bemühten sich um mich, genauso, wie es in unserer Bibel im Gleichnis über den barmherzigen Samariter beschrieben ist. Das geschah nahe an der afghanischen Grenze.

Wilhelm Rotter,
per E-Mail