Zum Artikel von Jan Michael Marchart, 10. März
Proteste auch wegen des schlechten Managements

Wenn die Generaldirektion des KAV wie auch Stadträtin Sonja Wehsely ihre ärztlichen (und anderen) Mitarbeiter im KAV respektieren würden, auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt die von allen dort hart Arbeitenden herbeigesehnten Strukturänderungen langfristig geplant und eingeführt hätten, Informationen weitergeben würden, Transparenz herrschen würde, hätte es nie ein "Nein" gegeben. Aber solange der KAV seine Angestellten mit brutalem Machtmissbrauch, Maulkörben, Bespitzelung und Intransparenz unterdrückt, wird es Unzufriedenheit, Unwille und Burn-outs geben und den Schaden haben damit auch die Patienten.

Dr. Ursula Klaar,
per E-Mail

Zum Artikel von Brigitte Pechar, 8. März
Österreichs Schulwesen auf den "Stockerlplatz"

Da die Schulautonomie wesentlich höhere Anforderungen an die Führungsqualität der Schulleiter stellt, sollte der Bund eine Führungsakademie mit folgenden Aufgaben errichten:
- Weiterbildung der Schulleiter insbesondere im Hinblick auf neue Aufgaben und Chancen durch die Schulautonomie; - österreichweite Auswahl und Ausbildung des Führungsnachwuchses; - Organisation eines verpflichtenden und länderübergreifenden Erfahrungsaustausches.
Bei konsequenter Umsetzung der Vorstellungen der Reformgruppe, ergänzt durch ein effizientes Verfahren zur Auswahl und Ausbildung der besten Schulleiter und durch einen ausreichenden Freiraum für Entscheidungen im Rahmen der Autonomie, werden wir Österreich sehr schnell auf einem Stockerlplatz im europäischen Schulwesen finden.

Dr. Anton Schmeikal,
per E-Mail

Zum Leitartikel von Reinhard Göweil, 7. März
Zur Wirtschaftlichkeit der Bühnen der Bundestheater

Hochkultur ist kein Selbstläufer und Subventionstheater war seit jeher eine Selbstverständlichkeit. Aber offensichtlich wird in letzter Zeit mehr Geld verschleudert und auch die Kontrollmechanismen versagen, denn wenn beispielsweise ein Direktor in der Dienstzeit inszeniert und doppelt kassiert, gerät nicht nur das Budget in Schieflage. Regietheater ist allerdings kein erfolgreiches Geschäftsmodell, denn während die Staatsoper - auf hohem Niveau - und auch die Volksoper gut ausgelastet sind, sinkt die Auslastung in der Burg seit 2011 kontinuierlich.
Mit einem konventionell inszenierten "Klassiker" kann man durchaus Geschäfte machen, was etwa Hermann Bahrs "Konzert" in Spitzenbesetzung im Akademietheater eindrucksvoll beweist, das auf Monate ausverkauft ist.

Mag. Martin Behrens,
1230 Wien