Zum Artikel vom 25. September 2013
Vorsicht bei Tarifangeboten des Stromanbieters

In der Ausgabe vom 25. September 2014 brachten Sie den Artikel "Strompreissenkung in Niederösterreich - aber nicht für alle". Dort wurde die von der EVN angekündigte "Strompreissenkung ab 1. Oktober 2014" vom AK-Konsumentenschutz und auch vom SPÖ-Pensionistenverband recht deftig, aber treffend kommentiert.
Nun setzt die EVN anscheinend noch etwas drauf: Ende Februar 2015 wurden vermutlich alle EVN-Kunden zu einem "Tarif-Check" eingeladen, den ich mehr spaßeshalber mitmachte. Mit Schreiben vom 12. März 2015 erhielt ich sodann ein vollmundiges Angebot: "Ihr optimaler Stromtarif!" Und was ist dabei herausgekommen? Nun, ja: Hochgerechnet auf meinen Stromverbrauch 2014 eine "wahre Einsparung". Würde ich nämlich dieses neue Tarifangebot unterschreiben, so zahle ich bei gleichem Verbrauch "eh nur" rund 11,80 Euro pro Jahr mehr, aber dafür natürlich mit einer "Preissicherheit für 24 Monate"!

Ing. Kurt Schantl,
2700 Wiener Neustadt

Zum Gastkommentar von Christian Ortner, 21. März
Wer profitierte von den steigenden Staatsausgaben?

Die ganze Zeit lang wurde den Menschen eingeredet, den Gürtel enger zu schnallen. Es wurden Sozialleistungen abgebaut, Staatseigentum verscherbelt, Rentenreformen durchgeführt. Gebracht hat es eine Rekordarbeitslosigkeit und eine Verarmung weiter Teile der Bevölkerung. Die Sozialsupermärkte sind wie Schwammerl aus dem Boden geschossen, weil die Löhne jahrelang nicht an die Inflationsrate angepasst wurden, und jetzt schreiben Sie, dass das so nicht ganz korrekt sei und wir gar kein Einnahmenproblem haben, sondern im Gegenteil die Einnahmen des Staates sogar gestiegen sind.
Wo ist das gestiegene Einkommen hingelangt? Wer hat von dem gestiegenen Staatseinkommen und den Einsparungsmaßnahmen im Sozialbereich profitiert? Die Bevölkerung hat es nicht, das weiß ich, wer aber dann? Wo ist das Geld?
Wo sind dermaßen die Staatsausgaben explodiert, die dieses Mehreinkommen nicht kompensieren konnte? Bedienen sich am Ende einige gar selbst an den Steuergeldern? Die vielen Korruptionsskandale der letzten Jahre dürften nur die Spitze des Eisberges sein.

Thomas Richter,
per E-Mail

Begeisterung für Kommentar "Christian Ortner am Samstag"

Als begeisterter Leser der Gastkommentare von Christian Ortner in der "Wiener Zeitung" möchte ich mich einmal bedanken. Besonders der verarmte Staat hat mir aus dem Herzen gesprochen. Wie gesagt, vielen Dank.

Ing. Herbert Scherübel,
8793 Trofaiach